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Neues Antimännerlied von Udo Jürgens in „Wetten, dass…?“

Er wolle Kritik am eigenen Geschlecht üben, rechtfertigt Udo Jürgens sein neuestes Männer-sind-Schuld-Lied, das er in der „Wetten, dass…?“-Sendung aus Düsseldorf vom 22. Februar darbot.

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Bundesarchiv, Bild 183-1987-0302-032 / CC-BY-SA 3.0

Da aber Udo Jürgens ein alter Hase im Showbiz ist, weiß er vor allem, wie man Profit macht. Mit „Der Mann ist das Problem – er ist der Fehler im System“ biedert er sich – frauenpolitisch korrekt – geschickt dem Zeitgeist an, und der ist nun mal männerfeindlich.

Obwohl gerade ein Format wie „Wetten, dass…“ nicht möglich wäre, wenn es nicht auf die vielen männlichen Wettkandidaten der letzten Jahre hätte bauen können, reagierte das ZDF auf die anhaltende Kritik am vermeintlich machohaften Auftreten von „Wetten, dass…?“- Moderator Markus Lanz ausgerechnet mit platter Männerfeindlichkeit, nämlich durch die Präsentation dieses neuen Antimännerliedes von Udo Jürgens. Das Lied listet auf, an was Männer alles Schuld sein sollen. Und im vorherrschenden „Verdammungsfeminismus“, wie es der Genderexperte Gerhard Amendt in seinem neuen Buch „Von Höllenhunden und Himmelswesen“ nennt, ist das ja bekanntlich alles.

„Wer führt Kriege?“, wird u.a. in dem Lied gefragt – natürlich die Männer, nach Aussage des Liedes. Und auch wenn der bald 80-jährige Womanizer aus Klagenfurt in seinem Song beteuert, dass dies nun mal die Wahrheit wäre, bleibt es eine Lüge. Denn die Geschichte kennt auch weibliche, Krieg führende historische Persönlichkeiten wie die ägyptische Pharaonin Hatschepsut, Kleopatra II., Theophanu, Gemahlin Kaiser Ottos II., Julia Mamaea, die Mutter des Kaisers Alexander Severus, Elizabeth I., Katharina II., Xixi, eine Nebenfrau des chinesischen Kaisers Xianfeng, Indira Gandhi, Golda Meir oder Margaret Thatcher. Bei Schuldfragen besteht die Genderpolitik aber nun mal auf eine 100%-Männerquote. Deshalb verzichtet sie bei der Nennung der negativen Personengruppen auch großzügig auf das Binnen-I. Und deshalb darf Udo Jürgens geschlechtliche Fakten auch gerne politisch korrekt gendern.

In gewisser Weise hat Udo Jürgens noch nicht einmal Unrecht. Gerade weil sich Männer wie er so pauschal dem männerfeindlichen Zeitgeist andienen, sind sie das eigentliche Problem an der derzeitigen Misandriewelle, auf der natürlich auch Entertainer gewinnbringend mitschwimmen wollen.

Der Artikel erschien zuerst auf MANNdat.

Bild: Bundesarchiv, Berlin, Friedrichstadtpalast, Udo Jürgens (CC BY-SA 3.0 DE)

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