NovoArgumente: Dossier „Genderdebatte“

23. August 2013

Staatliche Gleichstellungspolitik wird zunehmend zu einem Problem für Frauen und Männer. Nicht Emanzipation, sondern Regulierung, Volkserziehung und Gleichmacherei stehen im Vordergrund.

Inwieweit müssen Frauen wirklich vor Übergriffen durch das andere Geschlecht geschützt werden? Warum ist es politisch und moralisch geboten Frauen im Beruf zu bevorzugen? Und wieso haben es “männliche” Werte in unserer Gesellschaft heute so schwer? Mit diesen und anderen Fragestellungen positioniert sich NovoArgumente kritisch in der Diskussion über Gender-Politik.

 

Michael Klein: Irrwege europäischer Frauenpolitik
Die von der EU-Kommission geforderte Frauenquote für Führungskräfte lässt außer Acht, dass viele Frauen überhaupt keine Karriere machen wollen. Die EU meint mit Geschlechtergerechtigkeit eigentlich Gleichmacherei.
NovoArgumente #115 (I/2013), S. 200-205

Interview mit Gunter Buchholz: Genderdebatte: „Qualifikation statt Quote“
Der Initiator der Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik, Professor Günter Buchholz, erklärt im Gespräch mit Novo-Redakteur Johannes Richardt, warum Gleichstellung im Widerspruch zum Grundgesetz steht und Männer durch Aushebelung des Leistungsprinzips diskriminiert.
NovoArgumente Online (22.08.2013)

Alexander Ulfig: Genderdebatte: Geschlechterbürokratie statt Wissenschaft
Frauenquote und Wissenschaft passen nicht zusammen. Bei Stellenausschreibungen sollte die individuelle Qualifikation der Bewerber im Vordergrund stehen – und nicht ihr Geschlecht.
NovoArgumente #115 (I/2013), S. 191-199

Verena Michaeli: Frauenquote: Lösungsvorschläge statt Endlosdebatten
Die Quote ist keine Antwort auf die Unterrepräsentation von Frauen in der Wissenschaft, meint die Studentin Verena Michaeli. Forschung basiert auf den unvergleichlichen Einzelleistungen individueller Köpfe. Besser wäre es, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen
NovoArgumente Online (20.08.2013)

Matthias Heitmann: Genderdebatte: Geschlechterpolitik als Herrschaftsinstrument
Was als Gleichstellungspolitik und als Kampf gegen Sexismus daherkommt, ist für Matthias Heitmann in Wirklichkeit ein frauen- wie auch männerfeindlicher therapeutischer Autoritarismus. Im Namen der Emanzipation aller Menschen sollten Frauen und Männer sich gemeinsam dagegen auflehnen.
NovoArgumente #115 (I/2013), S. 174-182

Monika Bittl: Sexismusdebatte: Liebe Brüderle und Schwesterle im Geiste!
Der #aufschrei im Land ebbt nicht ab. Für die Schriftstellerin Monika Bittl hat die aktuelle Sexismusdebatte wenig mit weiblicher Emanzipation oder einem Wehren gegen sexuelle Übergriffe und Gewalt zu tun. Es geht vielmehr um die Festschreibung des weiblichen Opferstatus
NovoArgumente #115 (I/2013), S. 183-185

Interview mit Walter Hollstein: Männer auf dem Abstellgleis; „Der öffentliche Diskurs ist seit Jahren frauenfokussiert“
In Gespräch mit Johannes Richardt erklärt der Männerforscher Walter Hollstein die aktuelle Krise des „Starken Geschlechts“: Klassisch männliche Werte haben in unserer Gesellschaft einen schweren Stand. Jungs sind Bildungsverlierer, Männer werden diskriminiert.
NovoArgumente #115 (I/2013), S. 186-190

Sabine Beppler-Spahl: Die Lobby der jammernden Talkshowfeministinnen
In Zeiten des politisch-korrekten Puritanismus kommen Männer schon in Teufels Küche, wenn sie über Frauenkörper nur sprechen. Der unklare Begriff der sexuellen Belästigung und Harmonie um jeden Preis führen zu einer Kultur des Jammerns, meint Sabine Beppler-Spahl.
NovoArgumente Online (07.06.2013)

Nathalie Rothschild: Das Schwede
An schwedischen Schulen wird zunehmend eine geschlechtsneutrale Politik vorangetrieben. Unter anderem gehört hierzu auch die Verwendung eines neuen Pronomens: „hen“ (es) statt „han“ und „hon“ (er und sie). Nathalie Rothschild berichtet über die hitzige Genderdebatte im Land.
NovoArgumente #115 (I/2013), S. 206-214

Lucas Schoppe: Frauenquote: Institutionalisierte Demokratieverhinderung
Lucas Schoppe positioniert sich gegen die Quote im Parteiensystem. Man sollte sich auf die Chancengleichheit und nicht auf ein geschlechtliches Gleichgewicht berufen. Warum Männern Ämter versagen und Frauen aufdrängen? Nicht das Geschlecht, sondern das Engagement sollte maßgebend sein.
NovoArgumente Online (21.05.2013)

Abigail Ross-Jackson: Die Doppelmoral der prüden Slutwalkers
Wer will in einer Welt leben, wo Frauen tragen, was sie wollen, ohne dass Männer anzügliche Bemerkungen machen dürfen? Abigail Ross-Jackson nicht. Hier und in der aktuellen Printausgabe von NovoArgumente kritisiert sie das Menschen- und (Männer)bild der Slutwalk-Bewegung.
NovoArgumente #113 (I/2012)

Matthias Heitmann: Gleichberechtigung in Unmündigkeit
Matthias Heitmann fordert die Entlassung von Männer- und Frauenbeauftragten. Die beiden Geschlechter sollten gemeinsam damit aufhören, das Streben nach Freiheit und Gleichberechtigung an sogenannte „Experten“ auszulagern. Dafür braucht es Männer und Frauen mit Eiern.
NovoArgumente Online (14.03.2012)

Matthias Heitmann: Mein Problem mit Frauenfußball
Auch die Fußball liebenden und spielenden Frauen, die sich gerade anlässlich der Frauen-WM auf dem Weg zur völligen Gleichberechtigung wähnen, werden unter den Folgen einer zunehmenden politisch korrekten Säuberung der Fußballkultur leiden, meint Matthias Heitmann.
NovoArgumente Online (29.06.2011)

Alexander Hans Gusovius: Die Zukunft, Mann!
Über Jahrtausende machten Männer Land urbar, bauten Brücken oder erforschten ferne Kontinente. Und heute? Kann die Welt ohne ihren spezifischen Zugriff auf das Leben auskommen?
NovoArgumente 100/101 (5–8 2009); S. 105-106

Jennie Bristow: Warum wir eine neue Elternbefreiungsbewegung brauchen
Heute ist nicht mehr die Unterdrückung der Frauen, sondern die Bevormundung von Müttern und Vätern ein zentrales Problem. Paradoxerweise hat hierzu insbesondere der sich auf Identitätspolitik konzentrierende Feminismus entscheidend beigetragen. Indem Frauen Männer als Ursache ihrer Probleme in den Mittelpunkt rückten, wurde der Staat ermuntert, sich in die Privatsphäre einzumischen und sie zu regulieren.
NovoArgumente 98 (1–2 2009), S. 31-38

Arne Hoffmann: Häusliche Gewalt ist weiblich
Arne Hoffmann zerpflückt das Märchen von prügelnden Männern und geschlagenen Frauen.
NovoArgumente 45 (3-4 2000); S. 22-24

Eva Balzer und Matthias Heitmann: Von der Frauenbewegung zur “feminisierten Gesellschaft”
Schlagzeilen über das “Ende der Frauenbewegung” wechseln sich ab mit Titelstorys über das soeben angebrochene “weibliche Zeitalter”. Wie passt das zusammen? Eva Balzer und Matthias Heitmann lösen die scheinbaren Widersprüche auf.
NovoArgumente 45 (3-4 2000); S. 12-15

Jennie Bristow: Der Mann hat die Brötchen an und die Frau verdient die Hosen
Die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau stirbt aus. Jennie Bristow findet Frau-Sein heute nicht mehr schwer.
NovoArgumente 45 (3-4 2000); S. 16

Sabine Beppler: Skandalöse Kampagnen gegen Männergewalt
Sabine Beppler über falsch verstandenen Frauenschutz in Deutschland.
NovoArgumente 45 (3-4 2000); S. 20-21

 

NovoArgumente: Dossier „Genderdebatte“

Ähnliche Beiträge

  • Andreas Kraußer: „Die Grünen werden nicht von bedrohten ‚Opel-Männern‘ reden“

    Die geschlechterpolitische Initiative MANNdat legte dieser Tage ihren Zweiten Bericht zur Situation von Jungen und Männer in Deutschland (2012) vor, der maßgeblich von dem MANNdat-Mitglied Dr. Andreas Kraußer erarbeitet wurde. Andreas Kraußer ist nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Promotion mit einem Thema aus der Statistik seit etwa fünf Jahren mit Sozialberichterstattung beschäftigt. Cuncti stand er dankenswerterweise zu einem Interview über den aktuellen Männerbericht zur…

  • Eine kurze Widerlegung von Andreas Kemper

    Andreas Kemper hat in einem Video das “Forum Soziale Inklusion” als Teil eines antifeministischen Netzwerkes dargestellt und dabei Prof. Günter Buchholz, Initiator der „Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik”, angegriffen. Prof. Buchholz antwortet Andreas Kemper in einem Offenen Brief. Sehr geehrter Herr Kemper, ich bewundere Ihre von der Kontaktschuld-These geleitete Phantasie, wirklich, das ist sehr eindrucksvoll. Es gibt leider noch sehr viel mehr Künstler*innen dieser Art. Das…

  • Hochschulen: Füllhorn für Frauenförderung

    Zunächst die Fakten: Studentinnen überholen Studenten, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. betragen die Frauenquoten  im Vergleich zu 1992[1] bei den Immatrikulationen:  49,5 %, den Studienabschlüssen 51,8% und den Promotionen 44,1%. Damit liegt die Frauenquote innerhalb der Studentenschaft bei beachtlichen fast 50% , die Nachwuchs-Förderung von Akademikerinn müßte eigestellt werden – orientiert man sich nur quantitativ. Im Lehrbetrieb hat sich in den letzten 10 Jahren der Frauenanteil auch erhöht: Hinsichtlich der Habilitationen…

  • „Though this be madness, yet there is method in’t“

    Als der „Berliner Kurier“ – allerdings reichlich spät – am 4. August 2014 seinen Bericht über das „Leitbild zur Gleichstellung und Beteiligung von Frauen und Männern im Kreis Mitte“ (Beschluss der Kreisdelegiertenkonferenz der SPD-Mitte vom 5. April 2014) mit der Überschrift „SPD: Redeverbot für Männer“ aufmachte, dachte der Leser an einen verspäteten Aprilscherz. Der Spott von Marcus Böttcher, dem Autor des Artikels über die SPD,…

  • Arme Jungs!

    Er ist gerade mal 20 Jahre alt und schon ein ´geschlagener´ Mann. Seine Stimme ist ruhig und sanft. Eher bedächtig abwägend formuliert er seine Sätze. Vorsichtig tastet er sich mit seinem Anliegen voran und argumentiert dabei doch klar und nachvollziehbar. Ich entdecke in seinen Aussagen Gemeinsamkeiten mit meinen Erfahrungen und freue mich einem Mann zuhören zu können, der zusammenfasst, was ich bruchstückartig in den vergangenen…

  • Morbus Feminismus: Und täglich grüßt die Doppelmoral

    Im akademischen Milieu werden die Rollen des weiblichen Opfers und männlichen Beschützers Tag ein, Tag aus systematisch verhärtet. Statt Gleichberechtigung fördert es aber die geschlechtliche Ungleichheit. Der Feminismus ist seit geraumer Zeit der neue, alte Fetisch vieler Medienschaffenden. Was bei den Freudianern die Sexualität war, ist bei den Feministen das Geschlecht. Egal ob Unterhaltungsshow, intellektuelle Lektüre oder Kinderserie, alles wird aus dem Blick der Geschlechterverhältnisse…