Kinderrecht auf Herkunft, Identität und medizinische Wahrheit

In einer Diskussion, an der ich beteiligt war, ging es um Elternschaft. Es ging zunächst um die Rechte homosexueller Paare. In mir flammte die rhetorisch Frage auf, ob ein Kind tatsächlich zwei Mütter oder zwei Väter haben könne. Es stellte sich mir auch die Frage, ob nicht  jedes Kind wissen wolle, wer die leiblichen Eltern sind. Die biologische Elternschaft ist als Grundlage besonders wichtig – aus Gründen der Identität und der medizinischen Relevanz.

Es ging mir auch nicht darum, homosexuellen Paaren die Fähigkeit abzusprechen, ein Kind glücklich zu erziehen. Es stellt sich aber die Frage:
„Geht nicht ein wichtiger Teil der Wahrheit verloren, wenn man biologische Elternschaft ausblendet oder ersetzt?“

Da „Elternschaft für mich zunächst biologische Grundlagen“ hat, ist dieser Artikel entstanden.

Kinderrecht auf Herkunft, Identität
und medizinische Wahrheit

Kinderrecht auf Herkunft – in einer zunehmend ideologisch geführten Debatte über moderne Familienmodelle, biologische und soziale Elternschaft drohen grundlegende Begriffe wie Herkunft, Identität und Wahrheit in den Hintergrund zu geraten. Besonders betroffen: die biologische Realität von Elternschaft – und die Rechte des Kindes auf Wissen um die eigene Abstammung.

1. Biologische Elternschaft ist keine Meinung

Ein Mensch entsteht durch das Zusammenwirken zweier biologischer Faktoren: Eizelle und Samenzelle. Daraus ergibt sich unausweichlich: Jeder Mensch hat eine Mutter und einen Vater – unabhängig davon, wer ihn aufzieht. Dies ist ein naturwissenschaftlicher Fakt, keine Meinung und auch kein „gesellschaftliches Konstrukt“.

2. Soziale Fürsorge ≠ biologische Abstammung

Ein Kind kann in vielen Konstellationen liebevoll aufwachsen – bei einem Elternteil, bei Großeltern, bei zwei Frauen oder zwei Männern. Das ändert jedoch nichts an der biologischen Wahrheit: Die Abstammung bleibt bestehen, selbst wenn sie verschwiegen oder verschleiert wird. Elternschaft im sozialen Sinne ersetzt nicht die biologische Herkunft.

3. Das Recht auf Wissen um die eigene Herkunft

Kinder, die adoptiert wurden oder durch künstliche Befruchtung entstanden sind, berichten oft von einem tiefen Bedürfnis, ihre leiblichen Eltern kennenzulernen. Diese Suche ist kein Zeichen fehlender Liebe gegenüber den erziehenden Bezugspersonen – sondern Ausdruck des menschlichen Grundbedürfnisses nach Identität.

4. Medizinische Relevanz der Herkunft

Die Kenntnis der eigenen Abstammung ist nicht nur emotional bedeutsam – sie hat auch medizinisches Gewicht. Erbkrankheiten, genetische Dispositionen und Krankheitsverläufe in der Familie sind oft lebensentscheidend. Wer dem Kind den Zugang zu dieser Information verwehrt, handelt nicht verantwortungsvoll, sondern riskiert im Ernstfall dessen Gesundheit.

5. Kritik an der rechtlichen Ersetzung der biologischen Elternteile

Die gesetzliche Möglichkeit, etwa zwei Frauen als „Mütter“ eines Kindes einzutragen, wirft grundlegende Fragen auf. Wird hier biologische Realität durch politische Willenserklärungen ersetzt? Wird das Recht des Kindes auf Wahrheit dem Wunsch der Erwachsenen untergeordnet?

Schlussgedanke

Natürlich ist Liebe entscheidend für die Entwicklung eines Kindes. Aber zur Wahrheit gehört auch: Liebe ersetzt nicht die Herkunft. Ein Kind hat ein Recht auf Identität, auf Wissen um die eigene Entstehung – und auf medizinische Sicherheit. Wer das leugnet, opfert die Interessen des Schwächeren einem gesellschaftlichen, ideologischen Ideal.

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Beruflich wegen des Status "Alleinerziehender" als Mann sehr ausgebremst. Daher als "IT-Allroundkraft" Tätigkeiten für mehrere Stadtbibliotheken, für ein Theater mit Darstellern mit Downsyndrom und anderem, Webadministrator und Content Manager, Social Media-Mensch etc. Der Sohn ist mittlerweile 20 und wird schon lange nicht mehr erzogen.

Ich habe derzeit Raum und Zeit für neue Aufgaben im beruflichen Umfeld.

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