Geschlechterdebatte

  • Nein, Frauen sind keine Opfer!

    Kritikerinnen der #MeToo-Kampagne wird vorgeworfen, sie verhalten sich unsolidarisch gegenüber anderen Frauen. Dabei gibt es gute Gründe gegen die kollektive Opferidentität des #MeToo-Feminismus. Die Reaktion kam prompt und war heftig. Frauen, die die #MeToo-Kampagne kritisierten, wurden als Verräterinnen beschimpft: „Finde eine, die bereit ist, Solidarität gegen ein Schulterklopfen und einen Keks einzutauschen und nutze ihre Identität als Vorwand, um offen frauenfeindlich aufzutreten“, heißt es in…

  • Was Frauen wollen

    Ella Whelans neues Buch „What Women Want“ kritisiert Fehlentwicklungen im zeitgenössischen Feminismus. Während ich diese Zeilen schreibe, stechen mir zwei Zeitungsartikel ins Auge, die den Zeitgeist der gegenwärtigen, destruktiven Sexualpolitik treffend zusammenfassen. In der New York Times nähert sich der Autor Stephen Marche dem Weinstein-Skandal auf pseudo-Freudsche Weise und folgert: „Wenn man Jungs Jungs sein lässt, werden sie wohl ihre Väter töten und mit ihren Müttern schlafen“….

  • Wozu eigentlich brauchen Männer Empathie?

    Der Blogger Gunnar Kunz fordert uns auf, den 11. Juli als Tag des Gender Empathy Gap zu begehen, der daran erinnert, dass Männer und Jungen in öffentlichen wie in privaten Bereichen deutlich weniger Empathie erwarten können als Frauen und Mädchen. Brauchen auch Männer Empathie? Call for Action! Wer einen Artikel zum Gender Empathy Gap Day veröffentlicht, kann dem Autor Gunnar Kunz einen Link schicken. Der…

  • Männliche Kulturen der Selbstdisziplinierung

    Frauen das friedliche, Männer das gewalttätige Geschlecht? Obwohl Frauen als Mörder und Totschläger statistisch weniger auffällig werden, ist die Sache weitaus komplexer. Gewalt ist kein Charaktermerkmal ausschließlich von Männern, auch Frauen sind, auf je spezifische Weise, zu Grausamkeiten aller Art in der Lage. Auch waren und sind sie weder nur Opfer noch Unbeteiligte. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen applaudierten Frauen männlicher Gewalt, forderten…

  • Gender Empathy Gap am 11. Juli

    Feministen verstehen es, ihre Lügen mithilfe von öffentlichkeitswirksamen Symbolen in den Köpfen der Menschen zu verankern, beispielsweise durch die Initiierung von Gedenktagen wie dem Gender Pay Gap Day. Höchste Zeit, dass wir dem ein Symbol entgegensetzen, das die wirkliche Welt abbildet. Aus diesem Grund möchte ich den Internationalen Tag der Geschlechter-Empathielücke ins Leben rufen, den Gender Empathy Gap Day. Ich habe lange überlegt, welcher Tag dafür…

  • Vom Patriarchatsverdacht zur Frauenphobie

    „Was wir über Männerleben wissen, ist oft einseitig, wenn nicht eindeutig falsch.“ Dieser Artikel ist eine Replik auf den Artikel “Die Verunsicherten” in der WELT am 4.6.2018. Dort wird über die diesjährige “Männersein”-Konferenz berichtet, an der auch Gerald Hüther über Männer als das “schwache” Geschlecht sprach. Die Schwäche sei im männlichen Chromosomensatz zu suchen Wer erinnert sich noch an Robert Bly, der 1991 die amerikanischen…

  • What if Women Rule the World?

    Vom 12. bis zum 14. April fand an der Volksbühne „ein soziologisches Experiment, bei dem wir etwas über Humanität lernen können“ statt – so zumindest die Erläuterung der Regisseurin über ihre eigene semi-fiktionale Theater-Performance. Und wie sieht so etwas aus? Fünf reale Expertinnen und fünf Schauspielerinnen sitzen an einem runden Tisch, um eine globale Katastrophe zu verhindern. Das Stück: „What if Women Rule the World?“ Sind…

  • Heidis Puppenparade: GNTM und marktkonformer Seximus

    Wir schreiben das Jahr 2018, #metoo und damit auch die negative Objektivierung der Frau, die in aller Munde ist. Gedichte, die bewundern werden wegen Sexismus Vorwurf entfernt und auch klassische Kunstwerke sollen aus Museen verbannt werden , da zu viel nackte Haut oder anrüchige Szenen gezeigt werden. Man kann sagen, dass extreme Zustände herrschen, die auch nicht davor halt machen, die Freiheit der Kunst in…

  • Rechts, links, Feminismus

    Warum der Feminismus weder rechts noch links oder vielleicht auch beides ist Als ich in Göttingen studierte, hielt die NPD dort regelmäßig Demonstrationen ab. Deren Hintergrund: Während Rechtsaußen-Akteure im südniedersächsischen Umland gut vertreten waren, schafften sie es nicht, in der Studentenstadt Fuß zu fassen. Wir verstanden die regelmäßigen Demonstrationen also als eine Art Kampfansage, und so nahmen wir – viele Freunde und ich – regelmäßig…

  • Feminismus als Lehre vom Opfer?

    Frauen sollten keine Opfer sein, vor allem sollten sie nicht durch eine Debatte zu Opfern gemacht werden! Aber dass Frauen im Allgemeinen für sich selbst sprechen können, scheint keine Relevanz mehr zu haben, betrachtet man die derzeitigen Geschehnisse. Die #metoo Bewegung erschuf ein überempfindliches Umfeld, in dem sogar die Bewunderung an eine Frau mit dem Sexismus Stempel versehen wird. Und dieser Stempel ist vergleichbar mit…