Themen

  • Wozu ist Männerhass eigentlich gut? (Teil 1: Auslöschung der Rabenväter)

    „Mir ist klar geworden, dass der Kampf für Frauenrechte allzu oft zu einem Synonym für Männerhass geworden ist. Wenn ich eines sicher weiß, dann, dass das ein Ende haben muss.“ ( I’ve realized that fighting for women’s rights has too often become synonymous with manhating.) Diese Sätze aus Emma Watsons viel diskutierter UN-Rede ist missverständlich. Im Zusammenhang wird klar, dass sich Watson keineswegs gegen Männerhass stellt…

  • Der feministische (Selbst-)Betrug der SPD

    Ich war heute bei der Tagung „Gender-Ungleichheiten und ihre Folgen – Wie arbeiten und wirtschaften wir weiter?” des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der SPD-„nahen” Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Sieht aus, als wäre der Feminismus primär gescheitert, in der Krise und in der Rettungsphase. (Ich war nur bis etwa 16.30 dort, zu mehr hat mir die Zeit heute nicht gereicht.) Fazit: Feminismus ist ein Ladenhüter Ich…

  • Gendergaga

    Facebook bietet seinen deutschen Mitgliedern die Wahl aus 60 verschiedenen Geschlechtern. Die Abteilung „Dinge, die die Welt nicht braucht“ ist damit um ein Kapitel reicher. Immerhin, wir haben die USA endlich mal in einem Punkt überholt. Deutschland bekommt zwei Geschlechter mehr als die Amerikaner. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Schwulen-, Lesben- und Transgenderverbänden hat Facebook nach Großbritannien und den USA jetzt auch für Deutschland die Möglichkeit…

  • Bericht zum 3. Männerkongress (19-20 September 2014)

    Um das Ergebnis aus Sicht dieses Autors gleich vorwegzunehmen: Der Kongress war ohne Zweifel ein Erfolg – gemessen an dem Anspruch, fundierte und kritische wissenschaftliche Beiträge zu diversen Aspekten der seelischen Gesundheit von Jungen und Männern zusammenzutragen und einer interessieren (Fach-)Öffentlichkeit zu präsentieren. Auch war in fast allen Vorträgen eine klare Bemängelung der nicht wirklich gendergerechten Praxis in der gesundheitlichen, politischen und betrieblichen Versorgung und…

  • Für eine offene und sachliche Geschlechterdebatte. Gegen Diffamierungen.

    Offener Brief an die Zeit-Redaktion 15. September 2014 Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren, wir reagieren mit diesem Brief auf einen Text, der am vergangenen Donnerstag in der Zeit veröffentlicht wurde und bei dem wir nicht verstehen, wie er in einer Zeitung mit einem Anspruch auf Seriosität erscheinen konnte. Es ist in unseren Augen ein menschenfeindlicher, hetzerischer Text, und er diskreditiert Menschen maßlos, deren politische…

  • Wie uns die „Zeit“ wieder mal davonlief

    Ich schaue ja immer gerne nach, wo Artikel des man tau-Blogs verlinkt worden sind. Als ich heute Abend nach Hause kam, fand ich in meinen Statistiken beispielsweise Besuche von der Seite der Zeit – dort hatte der Leser gran_torino77 einen Text von mir im Kommentarbereich verlinkt. Vielen Dank dafür! Am selben Tag wurde mir noch ein weiterer Link aus der Zeit angezeigt, aus deren mit Abstand umstrittensten Artikel des…

  • Osteuropa und außenpolitische Vernunft

    In der taz ist ein Interview mit Jack Matlock, dem ehemaligen US-Botschafter in Moskau erschienen. Dieses Interview ist m. E. ein bemerkenswertes Beispiel dafür, dass noch nicht alle außenpolitische Vernunft verloren gegangen ist. Deshalb sollte seine Stimme Gehör finden, und nicht die jener Personen, die reflexhaft in Bewertungs- und Verhaltensschemata des Kalten Krieges zurückfallen. Diese allen wohlbekannten Leute sind es, die zu besonderer Besorgnis Anlass…

  • Herrn Prantls Panik

    Der Erfolg der jungen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in der sächsischen Landtagswahl hat Herrn Heribert Prantl erschreckt. In seiner Charakterisierung greift er Beobachtungen und Details auf, die ein vorläufiges Mosaik ohne klares Bild ergeben. Prantl hält die AfD insgesamt für rückwärtsgewandt, bestreitet damit aber implizit, dass es ernsthafte Probleme geben könnte, die den Erfolg der AfD, teils zu Lasten anderer Parteien, erklären könnten. Er…

  • Abschied aus Einsicht?

    Facetten der Selbsttötung Es ist schon eine Weile her. Eigentlich schon ziemlich lange sogar. Unter dem Titel „Abschied aus Einsicht“ – damals ohne Fragezeichen – veröffentlichte die „Basler Zeitung“ am 18. Oktober 1980 einen Artikel von mir zur Fragestellung von Selbsttötung/Freitod/Selbstmord. Der Text erschien noch vor dem Zeitalter der Digitalisierung, ist also nicht im Internet nachzulesen; insofern zunächst einmal die Fakten. Anlass zu diesem Text…

  • Paternalismus: Wissenschaftlich gelenkte Individuen

    Mit Hilfe der modernen Verhaltensforschung will der „libertäre Paternalismus“ Menschen vor „schlechten“ Entscheidungen bewahren – ohne offenen Zwang, dafür aber durch subtile Beeinflussungsversuche. Aus philosophischer Perspektive ist das entmündigend, meint Julian Mintert. Haben Sie sich jemals über Fliegen auf Urinalen in öffentlichen Toiletten gewundert? Sie sind nicht nur eine Verzierung, sondern sollen die Zielgenauigkeit der Männer verbessern und so für mehr Sauberkeit in sanitären Einrichtungen…