Themen

  • Die Frauenquote ist eine Niederlage!

    Die Hauszeitung “Vorwärts”  der deutschen Sozialdemokratie liegt vor wenigen Tagen wieder in meinem Briefkasten. Wie immer blättere ich etwas lustlos drin herum und suche nach Beiträgen, die mich interessieren könnten. Ich lese vom Stolz eines Genossen, in der SPD zu sein, davon, dass Vielfalt der Partei gut tut und dass die SPD eine Politik machen will, in der kein Kind zurückgelassen werden soll. Dazu braucht…

  • Das Unrecht der „gerechten“ Sprache

    Harald Martenstein hat einen deftigen Beitrag über die Ungerechtigkeit von Schimpfwörtern verfasst, der mich bereichert hat. Einige der Kraftausdrücke kannte ich noch nicht. Ich muss aber auch meinerseits über Martenstein schimpfen, vielleicht muss ich ihn sogar einen „Arschkriecher“ nennen, ich bin nicht sicher. Solche Ausdrücke sind nicht meine Spezialität. Ich bin auch nicht sicher, wie er das Folgende meint. Es liest sich so, als würde…

  • Leiharbeit

    Wenige Tage, nachdem ich meinen Blogbeitrag „Arme Jungs“ veröffentliche, in dem ich auf miese Zustände für bildungsschwache junge Männer in der Leiharbeit hinweise, erhalte ich eine anonyme Email von „klytem“. Sie stellt sich mir als Frau vor, die seit 20 Jahren selbstständige Unternehmerin in der Leiharbeit ist.  Sie schreibt, dass sie mit Männern nur deshalb Geld verdienen kann, weil sie, Klytem, ihre Stundenlöhne immer wieder…

  • Arbeitslose Männer? Kein Problem?!

    Wiederholt hat MANNdat die problematische Arbeitsmarktsituation von Männern thematisiert. Schon die ehemalige Bundesanstalt für Arbeit hat männliche Arbeitslose bei der Arbeitsmarktförderung benachteiligt. Für Männer, die arbeitslos sind oder von Hartz IV leben müssen, hat sich die Situation seitdem noch verschlechtert. Wiederholt hat MANNdat die problematische Arbeitsmarktsituation von Männern thematisiert – im Gegensatz zum Bundesforum Männer, das von der Bundesregierung finanziert wird und behauptet, die „Interessensvertretung…

  • Gerechtigkeit und Ungleichheit

    „Gerechtigkeit“ ist im Alltagsbewusstsein ein ebenso gängiger wie unscharfer Ausdruck. Dass dieser oder jener Sachverhalt ungerecht sei, das wird gerne und häufig vorgeworfen. Und es wird damit die Erwartung verknüpft, dass der angesprochene andere Mensch doch bitte unmittelbar einsehen müsse, dass die Aussage, es bestehe eine Ungerechtigkeit, berechtigt und zu unterstützen sei. Eine solche subjektivistische Forderung ist naiv, denn sie versäumt es darzulegen, aus welchen…

  • Sollten Roboter unsere Arbeit übernehmen?

    Die Vision, menschliche Arbeit könnte weitgehend von Robotern übernommen werden, sollte angesichts des Geburtenrückgangs zum Gegenstand einer politischen Debatte werden. Und nicht nur angesichts des Geburtenrückgangs. Als ich ein kleiner Junge war – das war Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts -, sah ich einen Fernsehbericht und traute nicht meinen Augen: Roboter haben Autos zusammengebaut. In der Produktionshalle sah ich keinen einzigen Menschen. Bis…

  • Wie Alice Schwarzer einmal eine Alien-Invasion bekämpfte

    „Ich brauche den Feminismus, damit jemand meine Stimme zum Verstummen bringt.“ Diesen Satz, eine Übersetzung der Reaktion eines amerikanischen Mannes auf die dortige „whoneedsfeminism“-Kampagne, habe ich vor wenigen Tagen auf der Facebook-Seite des deutschen Pendants „Wer braucht Feminismus?“ veröffentlicht. Er wurde sofort gelöscht. Anlass für mich waren Berichte von Lesern, die aus kritischer männlicher Perspektive etwas zu der „Wer braucht Feminismus“-Kampagne beisteuern wollten und die…

  • Kommunistisch statt neoliberal – den Teufel mit Beelzebub austreiben

    Im Neuen Deutschland ist dieser Tage ein Kommentar von Dr. Nadja Rakowitz erschienen, in dem „Alternativen zum real existierenden Gesundheitswesen“ angemahnt werden. Sie bezieht sich dabei auf die Krankenhäuser. Dass die neoliberal ökonomisierte Kliniklandschaft in Deutschland immer schlechtere Medizin produziert, ist Insidern bekannt; die Zustände werden langsam, zu langsam auch medial allgemein bekannt. Warum funktioniert es scheinbar doch? Die Patienten haben in der Regel ganz…

  • Wie die Scheiße ihr Geschlecht wechselte und ich Slipeinlagen tragen musste

    Meine Begegnungen mit der weiblichen Form Eine meiner ersten Begegnungen hatte ich Ende der achtziger Jahren, als ich mit einem Kollegen zusammen ein Lesebuch mit dem Titel Man müsste noch mal zwanzig sein – oder doch lieber nicht? herausgab und dazu ein Autorenverzeichnis erstellte. Das führte zu einem unerwarteten Streit. Es gab eine neue Lektorin, die im Unterschied zu ihrer Vorgängerin das Wort „Autorenverzeichnis“ nicht…

  • Die Innenwelt

    Nun werden auch Männer als „Professorinnen“ bezeichnet. Jedenfalls an der Universität Leipzig. Das hat einigen Wirbel ausgelöst. Deshalb wird ein Projekt gestartet, das die Sprachregelung mit der umstrittenen „-innen“-Form und die aufgeregte Resonanz, die es ausgelöst hat, wissenschaftlich aufarbeiten möchte. Dazu möchte ich meinerseits einen kleinen, unaufgeregten Beitrag leisten. Dabei geht es obendrein um Tennis, um Backrezepte und um gutes Verallgemeinern und schlechtes Verallgemeinern. „Man…