Themen

  • Konsequenter Verfassungsbruch

    Deutsche Richter und die Gleichheit der Geschlechter vor dem Gesetz Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org Hannah Arendt wird zugeschrieben, im Zusammenhang mit der Frage, wie der Nationalsozialismus möglich gewesen ist, von der Trivialität des Bösen, der Faschisierung in kleinen Schritten gesprochen zu haben. Gemeint hat sie damit wohl die stetige und inkrementelle Aufweichung gesellschaftlicher Grundlagen, bis schließlich der Boden für eine andere Gesellschaft bereitet ist. Trivialität…

  • „Individuelle Freiheit oder kollektivistischer Feminismus“

    (* Gründer des Instituts für Geschlechter und Generationenforschung der Universität Bremen) Wer allen Ernstes glaubt, dass die Fortsetzung der Frauenbewegung der institutionalisierte Feminismus gewesen sei, der muss nicht minder verwegen behaupten, dass die kommunistischen Zirkel der 70er Jahre die Weiterentwicklung der 68er Bewegung gewesen seien. Beide sind vielmehr Auflösungserscheinungen der damaligen Studentenbewegung. Was feministische und kommunistische Zirkelbildung im Kern unterschied, war die aufklärerische Überzeugung der…

  • Gleichberechtigung ist nicht Gleichstellung

    7. Mai 2012 – Kai Rogusch über die aus freiheitlicher und rechtsstaatlicher Sicht verhängnisvolle Gleichsetzung zweier Konzepte. Zuerst erschienen in NovoArgumente 110/111 (1–4 2011) Wer das Verhältnis zwischen Gleichberechtigung, Gleichstellung und menschlicher Freiheit erschließen möchte, stößt auf ein facettenreiches Thema. Zuletzt war beispielsweise die Frauenquote in einer doch so traditionsbewussten und konservativen Partei wie der CSU Anlass für Auseinandersetzungen zwischen fitten Mädels aus der bayerischen Jungen…

  • Prof. Adorján Kovács: Die Deutschen heben wieder ab

    Ein Volk der Extreme: Wie aus Nazis Linke wurden und aus Linken Nazis werden: Interview mit Professor Adorján Kovács, Arzt und Publizist Alexander Ulfig: Sie arbeiten als Arzt und sind daneben auch als Publizist tätig. Ihre publizistischen Arbeiten kreisen fast alle um Deutschland. In Ihrem Buch „Deutsche Befindlichkeiten“ werfen Sie den Deutschen die Neigung zu Übertreibungen und Extremen vor. Ist diese Neigung wirklich eine typisch…

  • Ungleichheit ist nicht gleich Diskriminierung

    Entideologisierung des Gender Pay Gaps Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org Seit Jahren finden es die Betreiber von Sciencefiles.org immer wieder erstaunlich, dass ungleiche Verteilungen, wie sie z.B. zwischen den Einkommen von Männern und Frauen bestehen, als Beleg für Diskriminierung bewertet werden, und zwar von zumeist denselben Personen, die nie auf die Idee kämen, z.B. das schlechtere schulische Abschneiden von Jungen, den höheren Frauenanteil (rund 65%) im…

  • Fachhochschule Nürnberg: Redefreiheit für Monika Ebeling durchgesetzt

    Die Forderung nach Verbot eines Vortrags über Männerdiskriminierung mündet in eine konstruktive Debatte. Der AstA der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule ließ die Alarmsirenen schrillen. „Schockiert“ habe man dort erfahren, heißt es in seinem auch online gestellten offenen Brief, dass die ehemalige Goslarer Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling an der Fakultät der Sozialwissenschaften einen Vortrag zum Thema „Können Jungen und Männer in unserer Gesellschaft benachteiligt werden?“ halten solle. (Ebeling hatte…

  • Gesundheit und Kommerz

    Derzeit macht die Kunde vom geplanten Zusammenschluss zwischen Helios, einer Tochtergesellschaft des Pharmariesen Fresenius, und der Rhön-Klinik AG die Runde im deutschen Blätterwald. Die Gigantomanie, die gedanklich hinter diesem Plan zum Bau des größten deutschen Klinikkonzerns steckt, wird in der übrigen Wirtschaft immer öfter kritisiert, aber für den medizinischen Sektor ist sie noch relativ neu und wird darum umso unbedenklicher forciert. Es gibt in der…

  • Hegemoniale Moral

    Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org Moralische Erwägungen sind in modernen Gesellschaften öffentlich. Öffentliche Agenten geben moralisch Wünschenswertes vor und versuchen, durch die Setzung des “moralisch Wünschenswerten” das Verhalten von Ihnen und mir zu beeinflussen, zu lenken, in die richtige Richtung versteht sich. Entsprechend ist der öffentliche Raum gefüllt mit moralisch wünschenswerten Darbietungen. Der Versuch, durch die Protegierung moralisch wünschenswerter Verhaltens im öffentlichen Raum, die gesellschaftliche Wirklichkeit…

  • SPD: 25 Jahre Frauenquote sind genug

    Die SPD hatte auf ihrem Parteitag in Münster 1988 die verbindliche Frauenquote in ihren Parteistatuten aufgenommen. Diese Quotenregelung sollte für 25 Jahre Geltung haben, also bis zum Jahr 2013 befristet sein. Eine solche Privilegierung von Frauen ist nur zeitlich begrenzt gerechtfertigt. Sie ist auch nur dann verfassungsgemäß. Das war Konsens in Münster. Sowohl die Antragsteller, die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, als auch die damalige Parteiführung unter…

  • Scheidungen: Wenn’s ums Geld geht

    Ein erster Bericht über die Schäden, die feministische Politik anrichtet – und zwar für die Volkswirtschaft, das Rechtssystem, für Kinder und Väter. Dabei wird eine neue Art von Armut künstlich erzeugt. Zur Zeit der Wahlkämpfe – besonders wenn Regierungen um ihren Fortbestand fürchten – ist oft die Rede von „sozialer Ungerechtigkeit“ und der wachsenden Armut in Deutschland. Politische Diskussionen erschöpfen sich dann darin, sich gegenseitig…