Trophä-519rzy

Die Champions-League des Sexismus – es geht los!

Was, schon wieder Sexismus? Ja, aber diesmal ist es nicht irgendein aufgebauschter Provinzblatt-Sexismus. Wir wollen den dreistesten, den größten, den sexistischsten Sexismus aller Sexismuszeiten küren. Es ist die „Champions-League des Sexismus“.

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Warum? Sexismus gegen Männer gäbe es nicht oder zumindest weniger. So heißt es in den Medien. Ohne Beleg, ohne Beweis, einfach so, ohne kritisch zu hinterfragen. Frauen sind Opfer, Männer sind Täter. So sagt es der Feminismus und der ist unfehlbar. Basta!

Doch wagen wir feministische Dogmen zu hinterfragen: Gibt es wirklich weniger Sexismus gegen Männer als gegen Frauen? Oder gibt es tatsächlich überhaupt keinen Sexismus gegen Männer? Letztere These ist schnell widerlegt. Betrachten wir einfach das Zitat der FDP-Politikerin Cornelia Pieper aus dem Jahr 2007 in der Zeitschrift BUNTE, also zu einer Zeit, in der Frau Pieper nicht nur irgendeine Provinzpolitikerin, sondern immerhin stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP war:

„Doch während die Frau sich ständig weiterentwickelt, […] blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. […] Er ist weiterhin nur männlich und verschließt sich den weiblichen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität und Emotionalität. Das heißt, er ist – strenggenommen – unfertig und wurde von der Evolution und dem weiblichen Geschlecht überholt.“

Machen Sie ein Gedankenexperiment. Stellen Sie sich vor, ein fiktiver stellvertretender FDP-Vorsitzender Cornelius Pieper hätte in einem Klatschblatt sich umkehrt über Frauen geäußert: „Frauen sind zurückgeblieben und halbe Wesen. Sie sind halt weiterhin nur weiblich, also strenggenommen unfertig und evolutionär völlig überholt.“ Ich denke, wir sind uns einig, dass der gute Herr Pieper noch am Erscheinungstag des Interviews aller politischer Ämter enthoben und aus der Partei hochkantig rausgeschmissen worden wäre.

Oder nehmen wir die SPD-Abgeordnete Barbara Hendricks, die den FDP-Politiker und Bundestagsabgeordneten Lindner sogar im Bundestag, also nicht einmal nur in einem Klatschblatt, als „berühmtesten Eierkrauler des Parlaments“ bezeichnete. Dieses sexistische „Eierkrauler“-Zitat wurde übrigens ausgerechnet vom „Stern“, also dem selbsternannten Moralwächter in der Sexismusdebatte, zu einem der besten Zitate aus der „Niebel-Teppich-Debatte“ gekürt. Sind wir auch hier einmal experimentierfreudig: Was wäre, wenn ein männlicher Abgeordneter es gewagt hätte, z.B. Frau Abgeordnete Musterfrau als „bekannteste Mösenstreichlerin des Hauses“ zu bezeichnen? Hätte er es auch in die Stern-Hitliste der besten Sprüche geschafft? Sicher nicht. Er wäre vermutlich noch vor Ort von sämtlichen Parlamentariern verbal exekutiert und sein Leichnam öffentlich-rechtlich medial verbrannt worden. Und der Stern hätte den Chefinquisitor gemimt.

Doppelmoral, das ist nicht Neues, ist der zweite Name für Geschlechterpolitik. Zitate sind hervorragend geeignet, diese Doppelmoral zu entlarven. Die Grünen im Stadtrat Goslar z.B. ließen im Rahmen der „Hexenjagd von Goslar“, bei der die Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling ihres Amtes enthoben wurde, weil sie es wagte, Empathie für Jungen und Väter zu zeigen – ohne Frage ein Schwerverbrechen für eine Gleichstellungsbeauftragte – verlautbaren:

„Benachteiligung von Männern aufzeigen und beseitigen – dies ist nicht unser politischer Wille.“

Ein wunderschönes Zeitdokument, das mit einem Satz die extrem ambivalente Gleichberechtigungsmoral der Grünen trefflich ausdrückt.

Zitate sind etwas Wunderbares. Mit einem Satz das auszudrücken, was viele von uns mit einem Wörterbuch nicht ausdrücken können. Das ist eine Begabung. Ursula von der Leyen (CDU) hat diese Begabung zum Beispiel. Frau von der Leyen misst die Gleichberechtigung an Geschlechterquoten. Allerdings, wie jede Geschlechterpolitikerin, natürlich nur dort, wo Frauen die schlechteren Quoten haben. Dort, wo Jungen und Männer schlechtere Quoten aufweisen, sieht sie kein Gleichstellungsproblem.

Als Bundesjugendministerin, also als die höchste für Jungen zuständige Politikerin in Deutschland, meinte sie schon 2006 bezüglich der zunehmenden geschlechterspezifischen Bildungsunterschiede zuungunsten der Jungen lapidar:

„Ich finde es nicht schlimm, dass Mädchen in Sachen Bildung an den Jungen vorbeiziehen.“

Gut, warum sollte sie als Frauenpolitikerin es auch schlimm finden, wenn Jungen bildungsmäßig den Bach runter gehen? Ist nicht jeder Junge, der im Bildungssystem scheitert, ein Gewinn für die Frauenquote? Als Bundesarbeitsministerin betont sie 2009 folglich auch die mit der Männerarbeitslosigkeit verbundenen „positiven“ Effekte:

„Von 227.000 Menschen, die im vergangenen Krisenjahr ihren Job verloren, waren nur 10.000 Frauen. Arbeit wird weiblicher, bunter, älter.“

Ist das nicht grandios? Das politische Programm der Ursula von der Leyen in zwei Zitaten.

Diese wenigen Beispiele zeigen, Sexismus gegen Männer oder Jungen ist nicht seltener, sondern einfach selbstverständlicher. Warum dass das so ist, zeigt ein weiteres Zitat und ein männlicher Kommentar dazu – übrigens ein Klassiker des Feminismus:

„Ich möchte einen Mann zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem hochhackigen Schuh in seinen Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins“

Geschrieben hat dies die verstorbene amerikanische Feministin (die Göttin hab sie selig) Andrea Dworkin vor vielen, vielen Jahren in ihrem Buch „Pornography“. Was machen die Männer? Begehren sie dagegen auf? Lesen wir, was Robert Jensen, Journalistikprofessor an der University of Texas in Austin und Co-Autor von A. Dworkins Buch dazu gemeint hat:

„Von allen antifeministischen Lügen macht mich diese am rasendsten, am traurigsten: Dworkin […] habe die Männer gehasst.“

Lieber Herr Jensen, selbst bei einem Blick durch eine -10 Dioptrien dicke Lila-Pudel-Brille kann man Dworkins Zitat nur schwer missverstehen. O.K., das mit dem High Heel im Mund kann man noch als Fetischismus durchgehen lassen. Und zweifellos – nicht alle FeministInnen sind Jungen- und MännerhasserInnen. Man darf da sicher nicht von 98 % auf alle schließen. Aber das mit dem Blut und der Prügel – also ich weiß nicht so recht, Herr Jensen. Ist das nicht doch ein klitzekleines bisschen männerfeindlich? Nicht alle Männer sind Masochisten. Doch Herr Jensen klärt uns auf:

„Ich bin ein Mann und habe jedes ihrer Bücher gelesen. Mein Fazit: Ich glaube nicht, dass Andrea Dworkin die Männer hasste. Ich denke, sie hat uns geliebt […] Was Andrea Dworkin wollte, war, Männern wieder zu ihrer Humanität zu verhelfen.“

Puh, da bin ich aber erleichtert. Dworkin hat uns nicht gehasst, sondern geliebt. Frauen schlagen ist eine brutale Gewalttat, Männer schlagen ist ein humaner Liebesbeweis. Können Feministen irren? Und schon Augustinus sagte ja „Liebe – und dann tue, was du willst“ – also auch Männer umbringen. Warum nicht, wenn es aus Liebe geschieht? Und aus Humanitätsgründen sowieso.

Apropos Humanität, also Menschlichkeit: Wie meinte der SPD-Politiker Erhard Eppler doch einst:

„Wer eine menschliche Gesellschaft will, muss die männliche Gesellschaft überwinden … Dieser Satz stammt nicht von einer radikalen Feministin, sondern von mir. Und ihr dürft ihn getrost ins Hamburger Programm übernehmen.“

Natürlich wurde dieser Satz ins „Hamburger Programm“ der SPD 2007 übernommen. Er ist einfach zu schön männerfeindlich, als dass die SPD ihn vergammeln lassen könnte.

Hand aufs Herz: Es wäre doch sehr schade, wenn solche rhetorisch-brillanten Momente der Sexismus-Geschichte in Vergessenheit geraten würden, oder? Aus dieser historischen Verpflichtung heraus haben wir uns entschlossen, eine „Championsleague des Sexismus“ zu veranstalten.

Wie soll das ablaufen?

Wir hatten dazu aufgerufen, uns sexistische, männerfeindliche Zitate zu schicken und waren selbst über die Masse an Zuschriften überrascht. Bei 150 haben wir aufgehört zu zählen. Um das Ganze übersichtlich zu gestalten, mussten wir die Menge leider reduzieren. Dabei fielen natürlich zuerst jene Zitate weg, deren Quellenangaben unseren Qualitätsansprüchen nicht genügten. Zudem beschränkten wir uns auf Zitate von noch lebenden Autoren und Autorinnen. Besonders alte Zitate haben wir bis auf Ausnahmen ebenfalls nicht genommen. Auch wollen wir keine Reklame für Firmen machen, die mit männerfeindlich-sexistischen Sprüchen auf Kundenfang gehen, obwohl dadurch einige regelrechte „Hämmer“ wegfielen.

So blieben noch knapp 60 Zitate übrig, die wir einer vereinsinternen „Qualifikationsrunde“ unterzogen haben, bis am Ende 32 übrig blieben. Diese haben wir nun in 8 Gruppen zu je 4 Mannschaften zusammengestellt, von denen wir die nächsten Wochen jeweils 4 Mal zwei Gruppen zur Auswahl stellen. Anschließend wird das Viertel-, Halb- und das Finale gevotet. Über die Ergebnisse in den Gruppen und den weiteren Verlauf informieren wir Sie natürlich.

Alle Männer und Frauen, Jungs und Mädels sind eingeladen mit abzustimmen. Motivieren Sie auch andere, an dem Wettbewerb und der Abstimmung teilzunehmen. Wo können Sie abstimmen? Unter www.manndat.de

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