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NovoArgumente 117

29. April 2014

In der letzten Ausgabe haben wir ein Freiheitsmanifest (freiheitsmanifest.de) veröffentlicht. Es war an der Zeit, für mehr Vertrauen in den Menschen und sein Urteilsvermögen zu plädieren.

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Wir wollten sehen, wie das ankommt in einem Land, wo vielen die eigene Verantwortung nicht geheuer ist und bei Problemen gerne nach Vater Staat gerufen wird. Wir haben sehr viel Zustimmung und natürlich auch Kritik und Anregungen erhalten.

Es gibt hierzulande noch eine aktive Minderheit von Menschen, die den Wert der Freiheit verstehen, schätzen und verteidigen. Es gibt sie vereinzelt in den Medien, es gibt sie vereinzelt in der Wirtschaft und der akademischen Welt. Praktisch ausgestorben sind sie allerdings in der Politik.NovoCover-Nr.117

In der aktuellen Ausgabe widmen wir uns sechs Schwerpunkten. Europa leidet vor der Wahl unter zentralistischer Erstarrung, die bürokratischen Eliten wirken mit der Aufgabe der Sinnstiftung komplett überfordert – Zeit für eine Denkpause. Die Forderung nach offenen Grenzen ist gerade heute ein notwendiger Tabubruch, Freizügigkeit ein fundamentaler Wert, der nicht mit dem Verweis auf etwaige Belastungen der Sozialsysteme abzutun ist. Die westliche Wahrnehmung des Ukrainekonflikts ist von Schwarzweißdenken und Doppelmoral geprägt. Wir forschen nach der Wirklichkeit hinter medialen Zerrbildern. Im Kampf gegen die Prostitution hat sich eine unheilige Allianz aus Konservativen und feministischen Frauenschützern formiert, um ihre moralischen Überzeugungen in staatliche Verbote zu gießen. Mit dem politischen Liberalismus ist etwas schief gelaufen. Er sollte die Stimme der Freiheit sein, artikuliert sich aber schon längst nicht mehr konsequent als solche. Das Beschwören von Risiken gehört zum Basisrepertoire von Politikern und Aktivisten. Kernenergie, Gentechnik, Chemie, Nanotechnologie – alles gilt als gefährlich, und immer aus demselben Grund: weil dem Menschen nicht zu trauen und ihm nichts zuzutrauen ist. Wir sind mal wieder anderer Meinung. Und wünschen viel Spaß beim Lesen und Nachdenken.

Das Inhaltsverzeichnis kann hier gelesen werden.

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