Neues Buch: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“

„Die Religionsfreiheit Erwachsener endet an der Körpergrenze von Kindern“

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Zwei Jahre nach dem Kölner Urteil hat Prof. Matthias Franz ein neues Buch über die Beschneidung von Jungen geschrieben: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“ . Die Beschneidungsdebatte scheint noch lange kein Ende zu finden. Die Beschneidung sei in ihrer Tragweite unterschätzt worden.

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Aus der Buchbeschreibung:

„Die Auseinandersetzung um die rituelle, medizinisch nicht begründete Genitalbeschneidung kleiner, nicht einwilligungsfähiger Jungen findet seit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 nun auch in Deutschland statt. Sie bewegt sich im Spannungsfeld der Grundrechte auf Religionsfreiheit einerseits und auf körperliche Unversehrtheit andererseits. Die Heftigkeit der Debatte lässt auf tiefgreifende Ängste und Konflikte schließen.

Es geht um die Frage, ob es heute in einer säkularen Demokratie noch angemessen ist, kleinen Jungen zur Absicherung der gruppalen und religiösen Identität von Erwachsenen Schmerzen und Ängste zuzufügen, sie erheblichen Gesundheitsrisiken und irreversibler Verletzung der Intimzone auszusetzen.

Leidvolle körperliche, sexuelle und seelische Langzeitfolgen der Beschneidung sind möglich und belegt. In diesem Buch äußern sich Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute kritisch zur Jungenbeschneidung und engagieren sich für den Kinderschutzgedanken. Sie werben für eine Debatte auf wissenschaftlicher und rechtlicher Grundlage.“

Interview mit Prof. Matthias Franz

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Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Dossier zur Beschneidung.

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