Neues Buch: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“

„Die Religionsfreiheit Erwachsener endet an der Körpergrenze von Kindern“

skalpell

Zwei Jahre nach dem Kölner Urteil hat Prof. Matthias Franz ein neues Buch über die Beschneidung von Jungen geschrieben: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“ . Die Beschneidungsdebatte scheint noch lange kein Ende zu finden. Die Beschneidung sei in ihrer Tragweite unterschätzt worden.

beschneidung-framz-vuzgzuztzgh

Aus der Buchbeschreibung:

„Die Auseinandersetzung um die rituelle, medizinisch nicht begründete Genitalbeschneidung kleiner, nicht einwilligungsfähiger Jungen findet seit dem Urteil des Kölner Landgerichts vom Mai 2012 nun auch in Deutschland statt. Sie bewegt sich im Spannungsfeld der Grundrechte auf Religionsfreiheit einerseits und auf körperliche Unversehrtheit andererseits. Die Heftigkeit der Debatte lässt auf tiefgreifende Ängste und Konflikte schließen.

Es geht um die Frage, ob es heute in einer säkularen Demokratie noch angemessen ist, kleinen Jungen zur Absicherung der gruppalen und religiösen Identität von Erwachsenen Schmerzen und Ängste zuzufügen, sie erheblichen Gesundheitsrisiken und irreversibler Verletzung der Intimzone auszusetzen.

Leidvolle körperliche, sexuelle und seelische Langzeitfolgen der Beschneidung sind möglich und belegt. In diesem Buch äußern sich Betroffene, Ärzte, Juristen, Psychoanalytiker, Politiker und andere Fachleute kritisch zur Jungenbeschneidung und engagieren sich für den Kinderschutzgedanken. Sie werben für eine Debatte auf wissenschaftlicher und rechtlicher Grundlage.“

Interview mit Prof. Matthias Franz

{youtube}2Nlt4Kw_wFs|560|350{/youtube}

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserem Dossier zur Beschneidung.

Ähnliche Beiträge

  • Köln: Neufeministische Opferverhöhnung

    hart aber fair vom 11. Januar 2016 war bedrückend, denn die Politikerriege des linken Spektrums wusste nichts Weiterführendes zu den Gewaltexzessen zu sagen. MDB Künast redet wie ein Automat und Ministerpräsidentin Kraft lächelte unverständlich zum Schrecklichen, über das sie sprach. Bedrohlich allerdings wurde dieses Gerede, weil die Lebensfremdheit der beiden jeden Glauben an kompetente Lösungen aus dem Parlament als schlimme Illusion erscheinen ließ. Es war…

  • Umweltsau: spalten statt versöhnen

    Der Streit um das Umweltsau-Lied und die Selbstzerstörung linker Politik „Versöhnen statt spalten“ war 1987 das Wahlkampfmotto des SPD-Spitzenkandidaten Johannes Rau. Auch wenn er damals die Wahl gegen den Kanzler Helmut Kohl verlor, war die SPD damals immerhin noch nicht zur Kleinpartei geschrumpft. Die erregte Debatte um das Umweltsau-Lied, das der WDR von einem Kinderchor hat singen lassen, auf seiner Webseite veröffentlicht und dann gleich…

  • Vor- und Missverständnisse

    Auch beim Diskurs über Religionen und Glaubensinhalte wird Vorverständnis benötigt. Fehlt die Bereitschaft, dieses zu entwickeln, dann wird nicht korrekt zitiert, werden falsche Belege angeführt. Angst vor der Wahrheit braucht nicht toleriert zu werden, eine vernünftige Kritik darf solche mangelhaften Zitate und Belege auch als solche entlarven. Darüber darf sich derjenige, der das Vorverständnis verweigert und Missverständnisse sät, nicht beschweren. In den ersten Tagen der…

  • Jörg Kachelmann: „Sind Menschenrechte nicht unteilbar?“

    19. Oktober 2012, von Arne Hoffmann Jörg & Miriam Kachelmanns „Recht und Gerechtigkeit“ und das mediale Echo Ich hatte in meinen Blogs immer wieder über das Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann berichtet, aber besonders eilig damit, mir sein Buch darüber zu besorgen, hatte ich es offen gesagt nicht. Das lag an vielen Gründen: Durch die intensive mediale Berichterstattung hatte ich den Eindruck, über diesen Prozess jetzt…

  • Die Pinocchiogesellschaft: Wie uns der nichtwissende Wille (beg)leitet

    Der Holzjunge Pinocchio wünscht sich nichts sehnlicher als ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut zu werden. Doch bis es soweit ist, muss er sich im Fluss des Lebens, das ihn stets zwischen den Ufern von Areté (des Guten) und von Kakai (des Schlechten) herspült, seinen eigenen Weg zu einem guten, gelingenden Leben finden. Dieses gelingt ihm schließlich und er wird ein echter menschlicher Junge. Wie…

  • |

    Rezension: Verachtung nach unten (Alexander Wendt)

    Rezension: Verachtung nach unten von Alexander Wendt Wie eine Moralelite die Bürgergesellschaft bedroht und wie wir sie verteidigen können. Eine Rezension von Michael Mansion Was sich im Titel fast wie eine Gebrauchsanweisung für den Umgang mit der aktuellen Gesellschaftlichkeit anhört, ist unter dem Strich der bemerkenswerte Versuch, zunächst einmal die begrifflichen Kategorien unter die Lupe zu nehmen, die zunehmender Beliebigkeit, fernab jeglicher inhaltlichen Substanz zum…