Geschlechterdebatte

  • Viele Frauen wollen Quotilden sein!

    Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinenbauers Trumpf ist gegen die Frauenquote, wie sie von den beiden SPD-Bundesministern Manuela Schwesig und Heiko Maas mit Zustimmung von Bundeskanzler Angela Merkel (CDU) in einem Gesetzgebungsverfahren vorbereitet wird. Frau Leibinger-Kammüller meint, ebenso wie es die „Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik“ formuliert, dass durch Frauenquoten Frauen diskriminiert würden, die es aus eigener Kraft nach oben geschafft haben. „Wer will schon…

  • Frauenquote: Warum schweigen deutsche Juristen? – ein Aufruf zum Handeln

    29. Oktober 2014, von Prof. Günter Buchholz Die Frauenquote scheint eine beschlossene Sache zu sein. Ab 2016 sollen die börsenorientierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen verpflichtet sein, 30 Prozent der Aufsichtssitze mit Frauen zu besetzen. Die Frauenquote wird die Bundesrepublik schwerwiegend verändern, denn sie verstößt gegen fundamentale Prinzipien unserer Gesellschaft: – Der Individualismus wird zugunsten des Kollektivismus aufgehoben; – Das Individualrecht wird zugunsten des Kollektivrechts außer Kraft…

  • Prostitution: Ein Beruf wie jeder andere

    In der Kontroverse um eine Verschärfung des Prostitutionsgesetzes werden Sexarbeiterinnen mit fragwürdigen Argumenten pauschal als Opfer abstempelt. Novo-Redaktionsleiter Johannes Richardt fordert stattdessen, die Prostitution konsequent zu legalisieren. Der Konflikt um die Prostitution ist wohl so alt wie das Gewerbe selbst. In ihm spiegeln sich gesellschaftliche Normen und Moralvorstellungen ebenso wider, wie Erwartungshaltungen an die Rolle des Staates oder an die Fähigkeit der Individuen zur Selbstbestimmung….

  • Cuncti-Dossier „Contra Frauenquote“

    Die Frauenquote scheint eine beschlossene Sache zu sein. Die börsenorientierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen sollen ab 2016 verpflichtet sein, 30 Prozent der Aufsichtssitze mit Frauen zu besetzen. Die Frauenquote wird die Bundesrepublik grundlegend verändern, denn sie verstößt gegen fundamentale Prinzipien unserer Gesellschaft: – Der Individualismus wird zugunsten des Kollektivismus aufgehoben; Menschen werden nicht mehr als Individuen in ihrer Individualität, sondern als Repräsentanten von Kollektiven (die Frauen…

  • Cuncti-Dossier „Jung & Männlich“

    Die Situation junger Männer in Deutschland wird immer prekärer. 21,6 Prozent weniger Männer als Frauen erwerben die Zugangsberechtigung zum Studium. 63,7 Prozent mehr junge Männer als junge Frauen sind arbeitslos (Jungen- und Männer-Genderindex). Es gibt unzählige Förderprogramme, an denen junge Männer nicht teilnehmen dürfen, weil sie nur Frauen vorbehalten sind. Solche Programme gibt es flächendeckend an Universitäten, im Öffentlichen Dienst und zunehmend auch in der…

  • Mein Leserbrief an die Zeit

    Sehr geehrte Frau Niejahr, ich möchte in meiner Funktion als Erster Vorsitzender von MANNdat e.V. auf Ihre Berichterstattung zur Frauenquote (Ausgabe Nr. 42 v. 9.10.14) Stellung beziehen. Zunächst sei darauf hingewiesen, dass in Publikationen von MANNdat nicht wie in Ihrem Artikel suggeriert von Schreckschrauben, die keinen abbekommen oder Familien zerstören, die Rede ist. Auch aus dem Forum von MANNdat dürften solche Äußerungen nicht zu entnehmen…

  • Gleichstellung als Verteilungspolitik

    Jutta Limbach hat unter dem Titel „Endlich halbe halbe!“ einen Artikel zur Gleichstellungspolitik geschrieben, der bei mir Erstaunen ausgelöst hat. Denn Jutta Limbach ist eine habilitierte Juristin mit SPD-Parteikarriere, die sie bis in die Ämter der Vizepräsidentin und der Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts führte. Daher erwartet der Leser eine qualifizierte juristische Argumentation zum Thema. Was aber schreibt sie hier? Bereits der Titel des Artikels: „Endlich halbe…

  • Vom praktischen Wert der Männertränen (Wozu ist Männerhass eigentlich gut? Teil 2)

    Möglicherweise klingt es übertrieben, über Männerhass zu schreiben – anstatt über Wut, über Ressentiments, über Vorurteile, also über irgend etwas weniger Dramatisches und Plakatives. Es ist nicht übertrieben. Und natürlich wollte ich diesen Text auch mit vielen Belegen dafür versehen. Ich habe dann aber so viele gefunden, dass sie den Umfang gesprengt hätten und ich eine Auswahl in eine kleine Materialsammlung ausgelagert habe, die ich gleichzeitig…

  • Von wem geht hier wirklich Sexismus aus?

    Wenige Wochen vor dem Erscheinen von Anne Wizoreks Buch „Weil ein Aufschrei nicht reicht“ erklärte die US-amerikanische Professorin für Geistes- und Medienwissenschaft Camille Paglia, Feminismus sei im Jahr 2014 nicht mehr als „ein Haufen gemeiner Mädchen auf Twitter“. International sammeln die jungen „Women Against Feminism“ immer mehr Anhängerinnen. Und wenige Tage vor dem Erscheinen des Buches erklärte die Schauspielerin Emma Watson vor den Vereinten Nationen,…

  • Leonard Cohen, der Krieg, die Menschlichkeit und die Fahrräder auf dem Meeresgrund

    Am Sonntag, dem 21. September wurde in einer Reihe von transkontinentalen Veranstaltungen (1)* der achtzigste Geburtstag von Leonard Cohen zelebriert. Er selber hat sich diesen Tag als Termin gesetzt, um wieder mit dem Rauchen anzufangen. In dem Filmporträt ‚Beautiful Losers’ (ich weiß nicht, wie lange das schon zurückliegt) lobt er Weißwein und Zigaretten als „wundervolle Drogen“, er tut es in einem durchaus ernsthaften Ton, als…