Themen

  • Männliche Kulturen der Selbstdisziplinierung

    Frauen das friedliche, Männer das gewalttätige Geschlecht? Obwohl Frauen als Mörder und Totschläger statistisch weniger auffällig werden, ist die Sache weitaus komplexer. Gewalt ist kein Charaktermerkmal ausschließlich von Männern, auch Frauen sind, auf je spezifische Weise, zu Grausamkeiten aller Art in der Lage. Auch waren und sind sie weder nur Opfer noch Unbeteiligte. Zu allen Zeiten und in allen Kulturen applaudierten Frauen männlicher Gewalt, forderten…

  • Gender Empathy Gap am 11. Juli

    Feministen verstehen es, ihre Lügen mithilfe von öffentlichkeitswirksamen Symbolen in den Köpfen der Menschen zu verankern, beispielsweise durch die Initiierung von Gedenktagen wie dem Gender Pay Gap Day. Höchste Zeit, dass wir dem ein Symbol entgegensetzen, das die wirkliche Welt abbildet. Aus diesem Grund möchte ich den Internationalen Tag der Geschlechter-Empathielücke ins Leben rufen, den Gender Empathy Gap Day. Ich habe lange überlegt, welcher Tag dafür…

  • Das Kind als Beute

    Über grüne Familienpolitik und ihre unmodernen Wurzeln Was die Ausbeutung von Kindern für die Bedürfnisse Erwachsener angeht, hat keine andere Partei im Deutschen Bundestag eine so schreckliche Geschichte wie die Partei Bündnis 90/Die Grünen. Ein neuer Gesetzesentwurf zeigt, dass die Grünen leider gar nicht auf die Idee kommen, sie könnten aus dieser Geschichte irgendetwas lernen. Echte Mütter, noch mehr Mütter und fiktive Väter „Für mich…

  • Vom Patriarchatsverdacht zur Frauenphobie

    „Was wir über Männerleben wissen, ist oft einseitig, wenn nicht eindeutig falsch.“ Dieser Artikel ist eine Replik auf den Artikel “Die Verunsicherten” in der WELT am 4.6.2018. Dort wird über die diesjährige “Männersein”-Konferenz berichtet, an der auch Gerald Hüther über Männer als das “schwache” Geschlecht sprach. Die Schwäche sei im männlichen Chromosomensatz zu suchen Wer erinnert sich noch an Robert Bly, der 1991 die amerikanischen…

  • Im international-multimedialen Netzwerk: Wer hat die längere Publikationsliste?

    In der Wissenschaft geht es immer seltener um den Erkenntnisgegenstand. Stattdessen dreht sich zum Beispiel alles um die Frage, wer die längere Publikationsliste hat. Zahlen, Informationen und Daten sind das neue Gold. Nicht im Goldrausch, sondern im Datenrausch befinden wir uns. Welchem Zweck es dient? Da weichen die Meinungen der Datenvoyeure und Datenexhibitionisten auseinander – wobei das auch nicht so wirklich stimmt. Denn im universitären…

  • Genderseminaren fehlen freiwillige Besucher

      Zwei Wochen lang, berichtet der „Merkurist“, fanden an der Universität Eichstätt die Aktionstage „Gesellschaft macht Geschlecht“ statt. Dort wurden Themen behandelt wie was bedeutet Genderismus, was Anti-Genderismus und wie kann man Gegenmaßnahmen zum Anti-Genderismus entwickeln, also einen Anti-Anti-Genderismus? (Schon die Fragestellung, wie man sich gegen abweichende Argumente „wehren“ könne, sagt einiges.) Die Teilnehmer dieser Veranstaltungen gingen allerdings kaum über die Veranstalter selbst hinaus; in…

  • Jungen und Bildung: Von der Lust auf Ignoranz

    Offener Brief an Die Grünen „Aller Rätsel Lösung liegt im Kontext.“Andreas Tenzer (*1954), deutscher Philosoph und Pädagoge Der Kontext ist wichtig. Das hat uns unsere Lehrerin schon früher eingebläut. Ein Satz wie „Bitte nehmen Sie uns aus dem Verteiler“ kann deshalb je nach Kontext mehr aussagen als nur der sachliche Wunsch, aus einem Verteiler genommen zu werden. Er kann je nach Kontext auch ein politisches…

  • Paper-Wahn und Dutzendware

    Wissenschaftliche Publikationen werden zunehmend weniger als Bücher verfasst, sondern in Form überteuerter Artikel, bei denen Qualität und die Einzelleistung des Forschers auf der Strecke bleiben. Die Wissenschaft heißt Wissenschaft, weil sie Wissen schafft. So lautet der beliebte Rechtfertigungstenor von Forschern, wenn Sinn und Unsinn ihrer Arbeit zur Debatte stehen. Und ja, was hat sie leiden müssen in den letzten Jahren, diese Wissenschaft: zahlreiche gerügte oder…

  • Brüllen und Schweigen

    Sind wir auf dem Weg zu einem moralisierenden Autoritarismus? Der Titel ist doppeldeutig: Im Film Das schweigende Klassenzimmer ist das Schweigen einer Schulklasse in der DDR ein Zeichen des Protests – aber dieser Protest wiederum soll dann zum Schweigen gebracht werden. Der Film wäre wohl nicht so erfolgreich, wenn sich nicht auch Bezüge zu heutigen Erfahrungen herstellen ließen. Ein Moment des Schweigens erschüttert einen Staat…

  • What if Women Rule the World?

    Vom 12. bis zum 14. April fand an der Volksbühne „ein soziologisches Experiment, bei dem wir etwas über Humanität lernen können“ statt – so zumindest die Erläuterung der Regisseurin über ihre eigene semi-fiktionale Theater-Performance. Und wie sieht so etwas aus? Fünf reale Expertinnen und fünf Schauspielerinnen sitzen an einem runden Tisch, um eine globale Katastrophe zu verhindern. Das Stück: „What if Women Rule the World?“ Sind…