Themen

  • Männerverbände: „Die Politik muss weniger weiblich werden“

    „Die Politik muss zahlenmäßig weiblicher werden. Wenn es um Familien- und Geschlechterpolitik geht, muss die Politik jedoch weniger weiblich werden“, formuliert Gerd Riedmeier, Sprecher der Interessengemeinschaft Jungen, Männer und Väter (IG-JMV) in einer aktuellen Presseerklärung. Die um Regierungsbeteiligung verhandelnden Parteien haben Riedmeier zufolge die Aufgabe, den alleinigen Fokus der Politik auf die Bedürfnisse von Frauen zukünftig durch einen Blick auf beide Geschlechter zu ersetzen. Von…

  • Regierungs-Chaos: „Nu da machd doch eiern Drägg alleene!“

    Der Wahlkampf der SPD war komplett falsch angelegt. Martin Schulz der ungeeignete, völlig überforderte Kandidat. Was ist bloß los mit den Parteien? Hat es das denn schon mal gegeben? In der deutschen Nachkriegsgeschichte zumindest noch nicht. Da weigern sich gleich zwei – sollte man sagen – ehemals staatstragende Parteien, in eine Regierung einzutreten und Verantwortung für das Land und seine Bürger zu übernehmen. Und das…

  • Bonner Klimazirkus: The show must go on

    Pebs‘ Kolumne:  Der Ministerpräsident der Fidschi-Inseln, Frank Bainimarama, lud zur 23sten UN-Klimakonferenz nach Bonn ein und alle, alle kamen. Man rieb sich ungläubig die Augen und traute kaum seinen Ohren: 25.000 Teilnehmer aus fast 200 Ländern hatten sich ins Rheinland aufgemacht, um über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommen zu beraten. Bei solch einem Massenandrang war natürlich die ordnende Hand der NGOs dringend von Nöten…

  • Merkeldämmerung?

    In der Wut auf Christian Lindner und die FDP zeigt sich vor allem, dass wir uns allzu behaglich mit einer präsidial agierenden Kanzlerin eingerichtet haben. Wir rechnen gar nicht mehr damit, dass sie ernsthafte Gegenspieler haben könnte. Der Buh-Mann der Nation Die Bild-Zeitung erklärt Christian Lindner zum „Buh-Mann der Nation“.  Die Süddeutsche Zeitung nennt Lindner einen „Spielverderber“  und macht sich über ihn lustig. Er wolle „Emmanuel Macron sein oder wenigstens Sebastian Kurz….

  • Belästigung als neuester Schrei

    Die #metoo-Kampagne trägt Züge einer hysterischen Hexenjagd. Erwachsenes Sexualverhalten braucht keine Twitter-Hashtags. Noch jemand, den Kevin Spacey begrapscht hat? Im Tagestakt heben Leute nun den Finger und rufen „#metoo“. Immer mehr springen auf den fahrenden Zug auf, nachdem schon die bloße Bezichtigung eines plumpen Annäherungsversuchs Anfang vergangener Woche große Wellen geschlagen hatte. Die Unschuldsvermutung galt für den Schauspieler von Anfang an nicht. {loadposition novoargumente} Nun ist…

  • Männer brauchen keine Männerrechtler

    Männerrechtsaktivisten beschwören einen Geschlechterkampf und inszenieren Männer pauschal als Opfer. Tatsächlich benachteiligten Männern aus der Arbeiterschicht hilft das nicht weiter. Seit mindestens 50 Jahren sprechen Journalisten, Publizisten und Aktivisten von einer „Krise der Männer“. Diese Krise ist inzwischen eine Art Running Gag geworden. Etwa alle zehn Jahre erscheint eine neue Schar von Büchern auf dem Markt, die sich mit der Verfassung unserer Jungen und Männer…

  • Die pervertierte Pseudogemütlichkeit. Flackern bis zum Ausbrennen

    Wir sind gefangen in einer nie endenden Stimulations- und Erregungsspirale. Wir flackern genauso unruhig und erratisch wie Kerzenlichter und wollen nur eines: leisten, leisten, leisten, oder anders ausgedrückt flackern bis zum Ausbrennen. Aber vielleicht macht gerade das uns glücklich? „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg.Und wenn du stets gemütlich bist und etwas appetitlich ist, dann…

  • Sexismus ist keine Einbahnstraße

    In der aktuellen #metoo-Diskussion bleibt unerwähnt, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden. Sexismus ist männlich. Oder? Verfolgt man die momentane Debatte über den Hollywoodproduzenten Harvey Weinstein, bekommt man diesen Eindruck. Ein wütender, keifender Mob zieht durch die virtuellen Straßen und zerrt die sexistischen Altlasten hervor, um sie im Tageslicht zu präsentieren und sie medienwirksam zu zerfleischen. Aber das dürfen wohlgemerkt…

  • Die AfD als antagonistischer Ausdruck einer ostdeutschen Identitätskrise

    Der Wahlerfolg der AfD kann als emotionaler Befreiungsschlag der sich jahrelang aufgestauten, unterdrückten und unfähig zu artikulierenden Frustration der Ostdeutschen verstanden werden. Es ist eine Befreiung vom sich selbst als absolut gesetztem hypermoralisierenden, kollektiven Willen, dessen fehlender, lebensnotwendiger Antagonist neu erfunden werden musste. Ob dieser im Gewand des Nationalismus oder der Ausländerfeindlichkeit erscheint, oder in einem Alternativen zu diesem alternativen Gewand bleibt uns überlassen. Wen…

  • Der Mütterkreuzzug

    An einem Text der erfolgreichen Bloggerin Christine Finke lässt sich zeigen, auf welche Weise Barrikaden gegen die vorsichtigen Änderungen des veralteten deutschen Kindschaftsrechts aufgebaut werden.   Seitdem sich die rechtliche Situation von Vätern in Deutschland sehr, sehr langsam, aber erkennbar verbessert, formieren sich natürlich auch Widerstände dagegen. Das hat grundsätzlich nichts mit Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Feministinnen oder Väterrechtlern zu tun: Dass Veränderungen…