Themen

  • Eine Stimme der Vernunft

    In einem Beitrag auf der Seite der ARD wird wieder mal das Thema „Frauenquote“ diskutiert. Warum eine Frauenquote für die Wirtschaft, von der ca. 200 Frauen aus der Oberschicht profitieren würden, ein wichtiges Thema ist, wird dabei nicht erläutert. Warum berichten die ARD und andere Leitmedien nicht in ähnlicher Häufigkeit und Ausführlichkeit über beispielsweise die Obdachlosigkeit, von der in der BRD Tausende von Menschen, mehrheitlich…

  • Der europäische Irrationalismus des 21. Jahrhunderts

    Kommentar zu Michael Kleins „Grüne Fehlschlüsse gegen rechte Parolen“ 18. Mai 2014, von Prof. Günter Buchholz Die in der öffentlichen Diskussion auf unterschiedlichen Feldern, darunter leider auch der Wirtschaftspolitik, ständig wiederkehrenden Denkfehler sind eines der besorgniserregenden Symptome gesellschaftlicher Fehlentwicklung, die von den davon besonders Betroffenen am allerwenigsten bemerkt wird. Der dadurch verursachte Rationalitätsverlust ist ausgesprochen schädlich. Es breitet sich seit längerer Zeit auf allen Ebenen…

  • Schwätzer-Hijacking

    Wenn das 21. Jahrhundert durch etwas ausgezeichnet ist, dann dadurch, dass das Verhältnis derer, die über etwas reden, im Verhältnis zu denen, die dieses Etwas tun, immer schiefer wird. Überspitzt formuliert leben wir in einem Zeitalter des Schwätzer-Hijackings, in dem es immer mehr selbst ernannte Experten gibt, die von dem, wovon sie Experte zu sein vorgeben, überhaupt keine Ahnung haben, weil sie außer Reden in…

  • Pirinçci-Debatte: Jedes Wunder dauert nur drei Tage

    16. Mai 2014 von Prof. Adorján F. Kovács Wie der Ablauf in einem auf Sensationen getrimmten Medienzirkus nun einmal so ist, wird es um Akif Pirinçcis Buch „Deutschland von Sinnen“ langsam ruhiger. Dies kann man auch der Webseite entnehmen, die dem Buch selbst gewidmet ist (die 200 Zuhörer bei der Bonner Autorenlesung waren vielleicht auch nicht der erwartete Andrang). Es lief insgesamt wieder einmal so…

  • Das Geschwafel der Geisteswissenschaftler

    Die Geistes- und Sozialwissenschaften befinden sich in ihrer manieristischen Phase. Manieristische Phasen zeichnen sich aus durch die Verkomplizierung der Ausdrucksmittel, die Verschnörkelung der Gedanken und die Vermischung unterschiedlicher Analyse-Ebenen. Ihr Prinzip ist nicht die Konfusionsvermeidung, also Klarheit, sondern die Konfusionsvermehrung. Die absichtliche Verkomplizierung der Sprache in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist eine weitverbreitete Krankheit. Karl R. Popper, einer der wenigen Philosophen, die klar denken und…

  • Das neoklassische Monopol und seine Konkurrenten

    15. Mai 2014, von Prof. Günter Buchholz Ein Aufstand (welch ein Wort!) der Wirtschaftsstudenten ist es zwar nicht, der von den in der „Gesellschaft für Plurale Ökonomik“ organisierten Studenten ausgeht, aber ein kräftiger Hinweis auf einen bedenklichen Missstand ist es sehr wohl. Eingefordert wird mit Blick auf Wirtschaftstheorien: Vielfalt statt Einfalt!  Konkurrenz statt Monopol! Das ist ein klassischer ordoliberaler Standpunkt, mehr nicht. Aber begründet ist…

  • Lasst doch mal den Vati ran

    In den Diskussionen um Familienpolitik gehen Väter meistens unter. Warum eigentlich? Am Sonntag war es wieder so weit: Muttertag. Wir haben zwar nach wie vor nicht mehr Rente vom Staat, aber zumindest wieder Blumen von der Familie bekommen und Gebasteltes und kalten Kaffee ans Bett und wir haben uns gefreut. Immer fällt mir dabei eine Zeile aus dem schwedischen Kinderbuch-Klassiker „Hänschen im Blaubeerenwald“ von Elsa…

  • Warum sorgen entführte Mädchen für internationale Aufmerksamkeit – und brennende Jungen nicht?

    „Since the Nigerian Islamic radical group Boko Haram kidnapped over 100 schoolgirls in mid-April, the media and the American government have been up in arms over this outrage. With over 200 girls in captivity, Boko Haram warned that they may sell the children into slavery.“ „Beginning the night of the kidnappings on April 16 and continuing ever since, the press has devoted relentless focus to…

  • Neues Buch: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“

    „Die Religionsfreiheit Erwachsener endet an der Körpergrenze von Kindern“ Zwei Jahre nach dem Kölner Urteil hat Prof. Matthias Franz ein neues Buch über die Beschneidung von Jungen geschrieben: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“ . Die Beschneidungsdebatte scheint noch lange kein Ende zu finden. Die Beschneidung sei in ihrer Tragweite unterschätzt worden. Aus der Buchbeschreibung: „Die Auseinandersetzung um die rituelle, medizinisch nicht begründete Genitalbeschneidung…

  • NovoArgumente 117

    29. April 2014 In der letzten Ausgabe haben wir ein Freiheitsmanifest (freiheitsmanifest.de) veröffentlicht. Es war an der Zeit, für mehr Vertrauen in den Menschen und sein Urteilsvermögen zu plädieren. Wir wollten sehen, wie das ankommt in einem Land, wo vielen die eigene Verantwortung nicht geheuer ist und bei Problemen gerne nach Vater Staat gerufen wird. Wir haben sehr viel Zustimmung und natürlich auch Kritik und…