Themen

  • Hochschulen: Füllhorn für Frauenförderung

    Zunächst die Fakten: Studentinnen überholen Studenten, fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. betragen die Frauenquoten  im Vergleich zu 1992[1] bei den Immatrikulationen:  49,5 %, den Studienabschlüssen 51,8% und den Promotionen 44,1%. Damit liegt die Frauenquote innerhalb der Studentenschaft bei beachtlichen fast 50% , die Nachwuchs-Förderung von Akademikerinn müßte eigestellt werden – orientiert man sich nur quantitativ. Im Lehrbetrieb hat sich in den letzten 10 Jahren der Frauenanteil auch erhöht: Hinsichtlich der Habilitationen…

  • Jungen bleiben die Stiefkinder deutscher Bildungspolitik

    Zwölf Jahre nach der ersten PISA-Studie, die das geschlechterspezifische Bildungsgefälle zuungunsten der Jungen aufgezeigt hat, hat MANNdat nachgefragt, was die Bildungsministerien heute im Bereich Jungenleseförderung machen. Es geht hierbei mehr als nur um die Frage nach dem Engagement der politisch Verantwortlichen für Jungen. Es geht um die Glaubwürdigkeit von Geschlechterpolitik. Ist die Politik bereit, sich für die Gleichstellung von Jungen ebenso einzusetzen, wie für die…

  • Wenn einsame Wölfe ausrasten: Buben, junge Männer und der Amoklauf

    Kommentatoren erklären die Schrecklichkeit des Schulmassakers von Newtown hauptsächlich mit zwei Gründen: die leichte Zugänglichkeit von Waffen in den USA und die Schiessübungen der Mutter Lanza mit ihrem Sohn. Doch solche Interpretationen bleiben an der Oberfläche. Erfurt, Nickle Mines, Emsdetten, Tuusula und Kauhajoki, Winnenden oder Newtown – das sind Stätten der in ihrer Schrecklichkeit eindrücklichsten Amokläufe der vergangenen zehn Jahre. Auffällig ist zweierlei: die Tatorte…

  • Frauen bevorzugt

    Das Professorinnenprogramm ist schlicht Frauenförderung, um Chancengleichheit geht es dabei nicht. Auch Schirmherrin Annette Schavan profitiert in der aktuellen Plagiats-Affäre von unterwürfigen Männern, die Frauen ohne Rücksicht auf wissenschaftliche Evaluation unterstützen. Das „Professorinnenprogramm“ mit der Schaffung von 200 unbefristeten Professuren nur für weibliche Bewerber geht dieses Jahr „erfolgreich“ zu Ende – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Anlass genug, sich die Hintergründe dieses „Forschungsprogramms“ näher anzuschauen: Als Schirmherrin…

  • Bin ich jetzt ne Frau?

    Was hindert mich eigentlich daran, mich als Frau zu bewerben? Nur mal so zum Zwecke des Disputs, um Schwächen und Disploits gegen die Politik zu diskutieren: Was hindert mich eigentlich daran, mich als Frau auf Vorstandsposten, Aufsichtsratssitze und Professuren zu bewerben und die Frauenquote für mich in Anspruch zu nehmen? Das beruht doch alles auf der Gender-Sichtweise, die rundweg bestreitet, dass Frau-sein irgendwas mit den…

  • Entweder Gleichberechtigung – oder Gleichstellung!

    Der Begriff der Gleichberechtigung wurde bereits 1949 ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland  geschrieben. Er gehört zum unveränderlichen Kernbestand der Grundrechtsnormen, und er lautet: Art 3 GG (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (3) Niemand darf wegen seines…

  • Warum mehr Kredite die Krise nicht lösen

    Der Ökonom Raghuram Rajan stellte in der Maiausgabe der Zeitschrift Foreign Affairs, die Logik der Rezessionsbekämpfung in Frage. Man habe auf den Einbruch der Kreditfinanzierten Blase mit dem Versuch reagiert, diesen Kreditfluss wieder zum Fließen zu bringen. Die politische Rhetorik ging in die Richtung, jedes Anzeichen von Erholung auf die Kredit- und Konjunkturpolitik zurückzuführen und jeden deutlichen Rückschlag darauf, dass noch nicht genug für die…

  • Das Individuum und sein Glaube

    Wir Menschen sind in einer erkenntnistheoretischen Blase der Unwissenheit eingeschlossen, aus der es kein Entkommen gibt. Wir wissen nicht, wie die Welt jenseits unserer sinnlichen Wahrnehmung und unserer Begriffe von Zeit und Raum beschaffen ist. Wie Kant feststellte, ist das Ding an sich, also die Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit, die wir mit unserem Bewusstsein erfassen, unerkennbar. Der Mensch steht wie jedes andere seiner selbst bewusste,…

  • Diktatur des Kapitals?

    Ich reibe mir die Augen. Da fordert der Arbeitgeberverband (BDA) und sein Präsident Dieter Hundt eine Verkürzung der Elternzeit auf ein Jahr und erklärt die Kleinkind-Betreuung zur „Kernaufgabe des Staates“. Warum? Um der Wirtschaft möglichst viele Arbeitskräfte zuzuführen, was die Lohndrückung erleichtert? Die Wirtschaft hat sich an die angebliche „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ gewöhnt, die Eltern ins Hamsterrad und Kleinkinder in die Krippen treibt….

  • Von der Chancenkultur zum Zwangsergebnis: Ein Zwischenruf wider die 50:50-Ideologie

    Gleichstellung hat nichts zu tun mit Gleichberechtigung. Denn während es bei Letzterem darum geht, dass niemand auf Grund nicht beeinflussbarer Merkmale benachteiligt werden darf, rechtlich wie sozial („Jeder darf nach Gleichem streben“), meint Ersteres Gleichheit als Selbstzweck, nach dem Motto: Jemand bekommt etwas, weil es der Andere schon hat. Diese Haltung orientiert sich an der Ergebnisgleichheit und steht der (angeblich erstrebten) Chancengleichheit diametral gegenüber! Das…