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What if Women Rule the World?

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Vom 12. bis zum 14. April fand an der Volksbühne „ein soziologisches Experiment, bei dem wir etwas über Humanität lernen können“ statt – so zumindest die Erläuterung der Regisseurin über ihre eigene semi-fiktionale Theater-Performance. Und wie sieht so etwas aus? Fünf reale Expertinnen und fünf Schauspielerinnen sitzen an einem runden Tisch, um eine globale Katastrophe zu verhindern. Das Stück: „What if Women Rule the World?“ Sind Frauen die humaneren Menschen?

Gilt das für Männer nicht, weil sie ihr verkrüppeltes X-Chromosom, also das Y-Chromosom, irgendwie kompensieren müssen? Angelehnt an Freud so etwas wie ein X-Chromosomen-Neid haben? Mitnichten. Frauen mobben und morden „humaner“, weil sie es müssen. Weil sie Männern physisch unterlegen sind.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Regisseurin stellvertretend für alle Feministinnen „die Dringlichkeit für eine neue Welt, die nicht von Männern dominiert ist, [spürt]“? Damit Frauen endlich ihre Kriegs- und Machtfantasien folgenlos ausleben können? „What if Women Rule the World?“ spielt auf die rein männliche Besetzung von Stanley Kubricks Film „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben“ an, in dem die testosterongesteuerte Horde die Welt zerstört. Die Theaterschaffenden möchten zeigen: Mit der richtigen weiblichen Logistik, also etwa den paar Eurofightern und den fehlenden Ersatzteilen – wie es bei der Bundeswehr der Fall war -, wäre solch ein Untergangsszenario nicht denkbar gewesen.

Eine Studie der Universität Hohenheim entzaubert diese Schwarz-Weiß-Denkerei vom „bösen Mann“ und von „guter Frau“. So zeigte sie, dass andere Eigenschaften als das Geschlecht ausschlaggebend dafür seien, ob man zur Führungskraft wird oder nicht. Frauen in Führungspositionen sind demnach im Allgemeinen sogar schlimmer als ihre männlichen Pendants – zumindest was die Sozialverträglichkeit anbelangt. So sind diese Frauen weniger kompromissbereit und zeigen höheres Konfliktpotential. Frauen versuchen nicht die Welt zu retten, wie sie es mit ihrem Stück transponieren möchten. Vielmehr sind sie nicht im Stande die Welt wie Männer zu zerstören. So wie ein Armloser, der keine Waffe führen kann und wie wild versucht diese zu entsichern und dabei irgendwie einige Zufallstreffer landet. Nicht „born to be wild“, sondern „born to be human“.

Vielleicht sollte man das akzeptieren und affirmativ unterstützen? Vielleicht liegen die weiblichen Kompetenzen in anderen Aufgabenbereichen und man sollte es dabei belassen? Vielleicht war das bis jetzt die Rettung der Welt?

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