Themen

  • Leitkultur? Leitkultur!

    Wenn wieder einmal der von Bassam Tibi eingeführte Begriff der Leitkultur  fällt, dann sind zwei Reaktionen zu beobachten. Die einen, die Kulturelativisten, stammeln abwehrend etwas von einem angeblichen  Rassismus, die anderen, die liberal-säkularen, ebenso geschichtsvergessenen wie irgendwie aufgeklärten Individualisten reagieren ob ihrer eigenen Prinzipienlosigkeit mit Verlegenheit und Ratlosigkeit, und dann fällt ihnen prompt etwas ein, was es glücklicherweise wirklich gibt, nämlich das Grundgesetz. Das Grundgesetz…

  • Zu viel Porno

    Gerade in einer Gesellschaft, in der Pornografie als sichere und leidensfreie Alternative zu echter Intimität gilt, ist Kritik an ihr angebrachter denn je. Das Problem mit der Kritik am unermüdlichen Anstieg der Pornografie, an den stoßenden Gliedern und Körperöffnungen auf praktisch jedem Bildschirm auf der Erde ist, dass die Leute wahrscheinlich denken, man sei prüde. Welche Erleichterung, dass ein echter Freigeist – Pamela Anderson –…

  • Manuela Schwesig unterminiert die Freiheit der Forschung

    30. September 2016, von der Redaktion Gerhard Amendt, Professor für Geschlechter- und Generationenforschung, hat einen offenen Brief an Manuela Schwesig geschrieben – der Vorwurf: Vereitelung von Forschung. Doch zunächst die Vorgeschichte: Wenn Eltern sich trennen, stellt sich meist die Frage, wer die Kinder betreut. Viele Eltern möchten auch fortan gemeinsam für die Kinder sorgen, auch wenn Vater und Mutter nicht mehr zusammenleben. Das deutsche Unterhaltsrecht…

  • Was nicht im Geschichtsbuch steht

    Manche Mythen sind unausrottbar. Aber sind sie deshalb wahr? Die Suffragetten waren keinesfalls die edlen Streiterinnen für Gerechtigkeit, die mit Mitteln des gewaltlosen Widerstands für das Frauenwahlrecht kämpften, wie sie gern dargestellt werden. Zunächst einmal wollten viele von ihnen das Wahlrecht ausschließlich für wohlhabende Frauen und keinesfalls für alle. Vor allem aber schreckten sie nicht vor militanten Methoden zurück. Ähnlich den späteren Freikorps in der…

  • Der ritterliche Justizminister als galanter Retter schwacher Frauen

    /media/com_podcastmanager/Der-ritterliche-Justizminister.mp3 Auf einer Konferenz über Männergewalt hat in den 80er Jahren in Frankfurt am Main eine Psychoanalytikerin die strafrechtliche Utopie entworfen, der zufolge Frauen allein darüber entscheiden sollten, ob ihnen Gewalt angetan wurde oder nicht. Schließlich seien sie dafür Spezialisten – und niemand sonst. Irgendwo am Rande sollte ein Richter, vorzugsweise eine Richterin, das bestätigen. Rechtsförmigkeit wäre damit mehr oder weniger abgeschafft und durchs Rechthabenwollen…

  • Ehrenplakette für Merkel

      Eine Nachricht in der nicht gerade ereignislosen Sommerpause  – erinnert sei hier nur an die Niederlage der deutschen Fußballmannschaft gegen Frankreich, das Münchner Attentat oder an die Verabschiedung der „größten Sexualstrafrechtsreform in der Geschichte der Bundesrepublik“, die von den Märchenerzahlungen einer gerichtsnotorischen Lügnerin ausgelöst worden war – überraschte selbst abgebrühte Kenner des Berliner Politikbetriebs. Der Vorstand der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ hält nach…

  • Zum Lohfink-Urteil: Eine Ministerin unterstützt eine Straftat

    Warum eigentlich muss Manuela Schwesig nicht zurücktreten? „Der Fall von Gina-Lisa Lohfink zeigt, dass dringend das Sexualstrafrecht reformiert werden muss. Dass die Vergewaltiger von Gina-Lisa nicht zur Verantwortung gezogen werden und sie selbst stattdessen wegen Falschaussage verurteilt werden soll, sendet ein verheerendes Signal.“ Das schrieb die im Bundestag vertretene Partei Bündnis 90/Die Grünen so am 11. Juni auf ihrer Facebook-Seite, versehen mit einem Bild, mit dem sich die…

  • Das Gina-Lisa Urteil ist richtig und gut!

    …und eine schallende Ohrfeige für die beiden Bundesminister Schwesig und Maas Bis zuletzt war auch für Experten nicht absehbar, wie das Verfahren rund um das „It-Girl“ Gina-Lisa Lohfink ausgehen würde. Und das nicht etwa deshalb, weil sich Frau Lohfink mit Burkhard Benecken einen echten „Promi-Anwalt“ und selbsterklärten Spezialisten für schlicht jedes Rechtsgebiet ins Boot geholt hatte, der sie aufgrund seiner profunden Kenntnisse hätte „raushauen“ können….

  • Warum ich keine Feministin bin

    Frauen werden dafür verurteilt, dass sie sich nicht zum Feminismus bekennen. Das ist totalitär. Indem sie sich öffentlich vom Feminismus distanzierten, sorgten mehrere weibliche Prominente für erheblichen Unmut in feministischen Zirkeln. Es begann mit Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon, die der britischen Wochenzeitung Observer vor einigen Jahren anvertraute: „Ich betrachte mich selbst als Humanistin, da ich das weniger abschreckend finde“. Darauf folgte mit Meryl Streep eine weitere…

  • Videobeitrag: Allen Frauen Gutes tun, der Mutter zuliebe?

    Kollektive Schuldgefühle gibt es nicht. Wer in der Debatte über die aktuellen wie historischen Arrangements von Männern und Frauen sich Gedanken über eine männliche Kollektivschuld macht, der sitzt im Boot der Feministen und Genderideologen. Er hat sich nämlich die Ideologie angeeignet, nach der alle Männer Täter seien und alle Frauen Opfer. Nur mit dieser Annahme lässt sich die Vorstellung einer Kollektivschuld von Männern gegenüber Frauen als…