Themen

  • Teuflische Sicherheit

    Ich habe getan, was ein Mann von Zeit zu Zeit tun muss – und wofür es den ganzen Mann braucht. Ich habe mich in einer Bibliothek als Leser angemeldet. Weil ich auch unterwegs und auswärts Sorge dafür trage, Zugang zu einschlägiger Literatur, Juris Datenbanken usw. zu haben. Unterschätzt das nicht. Das Anmelden in einer Bibliothek kann ein Abenteuer sein, gegen das sich Indiana Jones im Tempel…

  • Liberalismus und direkte Demokratie: Ein Weg zur Begrenzung politischer Macht?

    Eine Reflexion über Machtgleichgewicht und Mehrheitsprinzip 1. Grenzen der Mehrheitsentscheidung Bevor man die Frage stellt, ob die repräsentative Demokratie oder direkte Demokratie oder eine Mischform aus beidem die erstrebenswerte Form der Mehrheitsentscheidung ist und wo die Grenzen der direkten Demokratie liegen, muss man sich zuerst die Frage stellen, wo die Grenzen und Beschränkungen des Mehrheitsvotums an sich liegen. Demokratie an sich hat Grenzen. Weder eine…

  • Zensur zum Weltmännertag

    Ausgerechnet am Samstag, den dritten November, am Weltmännertag, veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung (SZ), Print wie Online, einen Artikel der Schriftstellerin Amelie Fried Dass kaum jemand den Weltmännertag wahrnahm, entspricht meinen Erwartungen und bleibt zugleich bezeichnend. Den Weltfrauentag kann man(n) nie vergessen – dafür sorgen die gefühlten 62.487 Medienbeiträge, wochenlang. Gefühlt besteht der Weltfrauentag ohnehin ganzjährig. Die Nachrichtenlage lässt kaum einen anderen Schluss zu. Jeden Tag…

  • Männer in der Zeitenwende

    3. November 2012, von Prof. Walter Hollstein Was auch in unseren Breitengraden bald Zukunft sein könnte, hat San Diego, die südkalifornische Stadt, hart an der Grenze zu Mexico, bereits vor fünfundzwanzig Jahren erlebt: Schon damals gab es dort eine Bürgermeisterin; die Opposition im Rathaus wurde von einer Frau geführt. Die einflussreichste Tageszeitung gehörte einer Frau, und eine Frau leitete die Redaktion. Wer abends auf den…

  • Mogelpackung „Männerpolitik“

    In Berlin hat jüngst eine Internationale Konferenz zum Thema „Männerpolitik“ stattgefunden, organisiert vom Familienministerium. Programmatisch hieß es dazu: „Die gleichstellungsorientierte Jungen-, Männer- und Väterpolitik wird als zukunftsorientierte Säule der Gleichstellungspolitik positioniert.“ In ihrer Eröffnungsrede führte Ministerin Kristina Schröder aus, dass sich ihre „moderne Gleichstellungspolitik“ an beide Geschlechter gleichermaßen richte. Deshalb habe sie auch ein Jungen- und Männerreferat eingerichtet. Es deutet auf eine Art Perspektivwechsel hin,…

  • „Führungsposition“ – ein Unwort in der Wissenschaft

    Das Wort „Führungsposition“ hat sich in allen relevanten Bereichen unserer Gesellschaft fest etabliert. Überall ist von „Führungspositionen“ als dem höchsten Ziel der beruflichen Karriere die Rede. Feministinnen und Frauenpolitikerinnen sehen im Erlangen von „Führungspositionen“ durch Frauen die Vollendung von Emanzipation und Gleichstellung. Auch die Wissenschaft folgt diesem Trend. Es entsteht der Eindruck, eine „Führungsposition“ sei das Wichtigste in der Wissenschaft, das höchste Ziel des Wissenschaftlers….

  • Wikipedia: Sinnstiftung für Ideologen

    Verbale Aufstände fragiler Persönlichkeiten {loadposition jimmy-wales-slider} Die Frage, warum sich Menschen wie verhalten, hat Philosophen und Sozialpsychologen seit Jahrhunderten fasziniert. Unter den Antworten stechen nach meiner Ansicht insbesondere die von Leon Festinger und Stanley Milgram hervor. Milgram hat mit seinen Experimenten gezeigt, dass sich manche Menschen lieber einer Autorität unterordnen, für die sie dann alles zu tun bereit sind (die Betonung liegt auf alles, denn…

  • Die Anti-Wissenschaftler

    Die Zeitschrift „Scientific American” hat einen hochinteressanten Artikel darüber veröffentlicht, wie die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit in den USA die Demokratie gefährdet.   In den USA wird es für Politiker wohl immer günstiger, leichter und gewinnbringender, sich als wissenschaftsfeindlich auszugeben. Die Ablehnung von Wissenschaft wird zunehmend gesellschaftlich akzeptiert. Während man in den USA in den 50er und 60er Jahren noch in einem übertriebenen Wissenschaftswahn steckte, und alles…

  • Jörg Kachelmann: „Sind Menschenrechte nicht unteilbar?“

    19. Oktober 2012, von Arne Hoffmann Jörg & Miriam Kachelmanns „Recht und Gerechtigkeit“ und das mediale Echo Ich hatte in meinen Blogs immer wieder über das Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann berichtet, aber besonders eilig damit, mir sein Buch darüber zu besorgen, hatte ich es offen gesagt nicht. Das lag an vielen Gründen: Durch die intensive mediale Berichterstattung hatte ich den Eindruck, über diesen Prozess jetzt…

  • Freiheitsdebatte: Werdet mündig!

    Der von der Politik in Sonntagsreden gerne beschworene „mündige Bürger“ hat in Zeiten der Eurodauerkrise einen schweren Stand.  Gerade jetzt offenbart sich besonders drastisch, wie wenig unser politisches Führungspersonal noch in seine eigene Urteils- und Handlungskraft vertraut und wie sehr es sich gleichzeitig scheut Verantwortung zu übernehmen. Dabei zeigt die Politikerkaste eine zunehmend offener zu Tage tretende Geringschätzung gegenüber ihrem Souverän: dem Volk – das sich…