Wissenschaft

  • Ulrich Kutschera über den Gender-Kreationismus

    Ulrich Kutschera (Bild: X. Wang, San Francisco, CA, USA, CC BY-SA 3.0) Eine Rezension zu „Das Gender-Paradoxon“ Ulrich Kutschera ist Biologe und Professor für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie an der Universität Kassel. Dem breiten Publikum wurde er durch seine Kritik am religiösen Kreationismus bekannt. Seit geraumer Zeit unterzieht er eine andere Form des Kreationismus, den Genderismus, einer grundlegenden Kritik. Für diese Form des Kreationismus ist das Geschlecht etwas Konstruiertes,…

  • Gender: Weckruf der Biologen

    Es ist unfassbar, dass eine Theorie bislang unbehelligt behaupten konnte, das Geschlecht des Menschen sei ein kulturelles Produkt und – genauso unfassbar – dafür sogar Steuergelder in Millionenhöhe verschlang. Biologen bereiten dem Spuk jetzt ein Ende. Die Geschichte eines Skandals. Da verfassen rund 200 Lehrstühle tausende von Texten („Genderstudies“), mit einer staatlichen Förderung jährlich in mehrstelliger Millionenhöhe und ohne Zwang, unbedingt Forschungsergebnisse zu erzielen. Dazu…

  • Manuela Schwesig unterminiert die Freiheit der Forschung

    30. September 2016, von der Redaktion Gerhard Amendt, Professor für Geschlechter- und Generationenforschung, hat einen offenen Brief an Manuela Schwesig geschrieben – der Vorwurf: Vereitelung von Forschung. Doch zunächst die Vorgeschichte: Wenn Eltern sich trennen, stellt sich meist die Frage, wer die Kinder betreut. Viele Eltern möchten auch fortan gemeinsam für die Kinder sorgen, auch wenn Vater und Mutter nicht mehr zusammenleben. Das deutsche Unterhaltsrecht…

  • Das Elend der Postmoderne

      Die philosophische Postmoderne ist der größte intellektuelle Irrtum unserer Zeit. Ihr Hauptanliegen ist es, bestehende Strukturen zu zerstören, sie zu dekonstruieren. Diesem Zweck dienen drei gedankliche Vorgänge: die Historisierung (alles ist historisch, alles vergeht), die Individualisierung (nur das Einzelne, das Singuläre zählt, es gibt kein Allgemeines, Allgemeingültiges, Universelles) und die Kontextualisierung (jegliches Wissen hängt vom jeweiligen historischen und sozio-kulturellen Kontext ab). Die Durchführung dieser…

  • Rationalismus oder Irrationalismus, das ist hier die Frage

    Der Irrationalismus ist vermutlich die Urform menschlichen Bewusstseins. Und der Rationalismus ist das befreite, wahrhaft menschliche Bewusstsein. Diese Befreiung war sehr schwierig und langwierig, und sie ist, mit Blick auf die Gegenwart, ernsthaft gefährdet. Sie muss daher verteidigt werden. Julian Jaynes hat eine psychohistorische Theorie entwickelt, die die Evolution menschlichen Bewusstseins vom primären allgemeinen Animismus bis zur Gegenwart zu erklären versucht. Im Mittelpunkt steht dabei…

  • Erstmals klar belegt: systematische Diskriminierung von Männern an Universitäten

    Vergessen Sie alles, was Sie über Meritokratie gehört haben! Meritokratie, das ist das Prinzip, nach dem diejenigen, die die besten Leistungen bringen, diejenigen sind, die mit begehrten Positionen belohnt werden. Professuren waren einst begehrte Positionen und Meritokratie das Prinzip, mit dem die Professuren besetzt wurden. Unter der Ägide des Staatsfeminismus ist dies alles anders: Nicht mehr Leistung entscheidet darüber, wer auf Positionen gelangt, sondern Geschlecht. Das ganze Brimborium, das diese…

  • Der Teufel und das Weihwasser …

    Vertreterinnen der Gender Studies illustrieren vor breitem Publikum (einmal mehr) ihre Unwissenschaftlichkeit Sabine Hark und Paula Villa haben im Tagesspiegel einen neuen Angriff gegen alle Personen getätigt, die sich fragen, worin die Wissenschaftlichkeit von Gender Studies oder auch nur deren Nutzen bestehen soll. Die Autorinnen des Textes “Das dubiose Gender”, von dem wir auf ScienceFiles bereits berichtet haben, zeigen mit ihrem Text auf eindringliche Weise,…

  • Im Orbit um den eigenen Hintern

    Wie man um sich selbst kreist und dabei Widerlinge produziert Der Komet Tschurjumow-Gerasimenko, genannt Tschuri, ist 510 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Sein Kern ist gerade einmal 4×3,5×3,5 Kilometer groß. Am 12. November gelang Wissenschaftlern trotzdem eine „schwierige und bisher noch nie gewagte Landung„: Sie landeten eine kleine Raumsonde auf dem winzigen Kometen – nämlich den Lander Philae, der zuvor von der Raumsonde Rosetta…

  • Postmoderner Relativismus an Universitäten

      Neulich hat mich ein Freund zu einer geschichtswissenschaftlichen Vorlesung an der Frankfurter Universität mitgenommen. In der Vorlesung, die einen einführenden Charakter hat, geht es um Vorurteile, die heute lebende Menschen gegenüber dem Mittelalter haben. In der von mir besuchten Vorlesungsstunde beschäftigte sich der Dozent mit dem Vorurteil, die Menschen im Mittelalter hätten daran geglaubt, dass die Erde eine Scheibe sei. Der Dozent bemühte sich…

  • Paradigma und Inkommensurabilität

    Wie kaum ein anderer hat Thomas S. Kuhn mit seinem Werk Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen die Debatte zur Entwicklung von wissenschaftlichen Theorien beeinflusst. Dabei standen die Begriffe „Paradigma“ und „Inkommensurabilität“ im Zentrum der Auseinandersetzung. Die beiden Begriffe wurden zu Modebegriffen in vielen Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften, u.a. in der Postmoderne und in einer bestimmten Richtung des Feminismus. Im ersten Schritt werden wir die von…