Themen

  • Familie, Arbeitsmarkt und Gleichstellungspolitik

    Wirtschaft, Unternehmen, Profit, Arbeitsmarkt, Konkurrenz auf der einen und Ehe, Familie,  Kindererziehung, Liebe und Vertrauen auf der anderen Seite bezeichnen die beiden Seiten des Widerspruchs zwischen Produktivität und Reproduktivität. Wenn die wirtschaftliche Seite aufgrund ihres Profitstrebens übergriffig wird, indem sie die privat-familiale Seite nicht mehr respektiert, indem sie versucht, auf deren Ressourcen zuzugreifen, wird das Gleichgewicht gestört. „Wir“ brauchen die weibliche Arbeitskraft, heißt es dann,…

  • Biotopia – Versuch eines empathischen Zuganges

    /media/com_podcastmanager/Deborah-Ryszka-Biotopia-Versuch-eines-empathischen-Zuganges.mp3 Ein wundervoller Bauernhof mit saftiger grüner Wiese, auf welcher die Tiere voller Ehrfurcht und Achtung vorsichtig und nachdenklich das Gras aus der Erde ziehen, um dieses zu verspeisen. Dazu ein strahlenblauer Himmel mit lachender Sonne. Genauso lachend und glücklich wie der Bauer und seine Tiere. Das ist Biotopia. Alles ist biologisch – frei nach dem Motto: „Wer Bio isst, nur der hat Mut. Denn…

  • Frauenpolitik 2015 – wohin geht der Weg?

    Manuela Schwesig bezeichnet sich gerne als Bundesfrauenministerin. Dafür ist ihr der solidarische Zuspruch der Hälfte der deutschen Wählerschaft schon mal sicher. Die andere Hälfte der Bevölkerung – die männliche – könnte dabei jedoch Irritationen verspüren. Es ist bekannt: Die große Mehrheit der Männer unterstützt staatliche Frauenförderung und steht zum Teil selbst für erhebliche Transferleistungen zugunsten von Frauen im privaten Bereich. Die Frage mag jedoch erlaubt…

  • Griechische Offenbachiade

    Karl Marx hat in einer seiner sprachlich wohl gelungensten Analysen zeitgenössischer Ereignisse, der Streitschrift „Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte“ aus dem Jahre 1852, treffsicher notiert: „Hegel bemerkte irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“ Eine Tragödie ist das wirklich nicht, was dieser Tage in und…

  • Endlich ein Mann

      In Bremen fehlen (männliche) Lehrer. Dort sind nur noch knapp zehn Prozent der Lehrenden an Grundschulen männlichen Geschlechts. Das wäre nun nicht unbedingt einer Meldung wert; denn in der westlichen Welt fehlen überall Lehrer. In Nancy ebenso wie in Birmingham, in Frankfurt, Bologna, Kopenhagen und selbstredend auch in Basel. Im deutschen Stadtstaat Bremen tut man aber etwas gegen diese Mangelerscheinung mit bösen Folgen. Dort…

  • Okkasionist Schröder – der Hartz-IV-Mythos: das neue eBook von Klaus Funken

      Okkasionisten in der Politik sind Machtmenschen, ausschließlich Machtmenschen. Machterwerb um jeden Preis – mit allen erlaubten Methoden, manchmal auch darüber hinaus. Das macht ihre Stärke im politischen Geschäft aus. Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern, das ist das Lieblingsmotto aller Okkasionisten. Politische Vorhaben sind für sie nur insofern von Bedeutung, als sie sie befähigen, Macht zu erwerben oder erworbene Macht zu sichern….

  • Kulturkampf ums Wasserlassen

    Der Domestizierung des Mannes hat das Düsseldorfer Amtsgericht mit seinem Urteil vom 20. Januar 2015 (Az. 42 C 10583/14) einen schweren Schlag versetzt. Wie schwer dieser Schlag sein wird, lässt sich heute noch nicht abschätzen. Das Urinieren im Stehen, so stellten die Düsseldorfer Richter fest, sei heute trotz aller Umerziehungsbemühungen „durchaus noch weit verbreitet“, früher sei es sogar „herrschender Brauch“ gewesen. Die Richter ließen offen,…

  • Das Desiderat des Marxismus

    Eine Studie der Freien Universität Berlin zeigt, dass linksextreme Tendenzen in Deutschland weit verbreitet sind. Viele Linke befürworten Gewalt, sprechen sich sogar für eine Revolution aus und weisen antidemokratische und antifreiheitliche Denkmuster auf. Diese Tendenzen verweisen auf das Fehlen einer moralisch-ethischen Grundhaltung. Doch dieses Desiderat kommt nicht von ungefähr, sondern ist bereits in der Theorie des geistigen Vaters der linken Bewegungen Karl Marx angelegt. Im…

  • Vom Willen zur Wolle

    In meinem Freundeskreis gibt es einen Wolfgang, der einfach „Wolle“ genannt wird. Es gibt noch einen weiteren Wolfgang, den wir ebenfalls „Wolle“ nennen. Um den einen vom anderen zu unterscheiden, musste ein Zusatz her. Der Wolfgang, um den es hier geht, ist politisch interessiert und hatte eine Vergangenheit in der Studentenbewegung, deshalb nennen wir ihn den „politischen Wolle“ – im Unterschied zum „indischen Wolle“ (der…

  • Ein historisches Datum

    Interview mit Klaus Funken anlässlich der Verabschiedung des Quotengesetzes am 6. März 2015 15. März 2015 Alexander Ulfig: Am 6. März, zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag am 8. März, hat der Deutsche Bundestag das Quotengesetz, das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“, wie es irreführend heißt, einstimmig verabschiedet. War das ein Zufall?…